Transfer-Check! So haben sich die Neuzugänge von Energie Cottbus geschlagen

Cottbus - Seit dem 26. November ruht der Spielbetrieb bei Regionalligist Energie Cottbus. Erst war es die Witterung, dann eine Krankheitswelle, die die Partien des 16., 17. und 18. Spieltags unmöglich machten. TAG24 macht dennoch den Hinrunden-Check der Sommer-Neuzugänge!

Auch in Cottbus ist Tim Campulka (24) eine feste Größe in der Abwehr, die Dominanz aus Chemnitzer Tagen fehlt ihm noch.
Auch in Cottbus ist Tim Campulka (24) eine feste Größe in der Abwehr, die Dominanz aus Chemnitzer Tagen fehlt ihm noch.  © Picture Point / Gabor Krieg

Volltreffer: Keiner!

Treffer: Tim Campulka (24) kam mit großen Vorschusslorbeeren als einer der besten Innenverteidiger der Liga vom Chemnitzer FC. Um seinen Stammplatz musste er zu Beginn kämpfen.

Speziell im Zweikampfverhalten am Boden hat er noch Steigerungsbedarf, in der Luft und im Aufbauspiel macht er seine Sache gut. Erzielte zudem zwei Treffer nach Standards.

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Phil Halbauer (25) verließ zum ersten Mal in seiner Karriere NRW, um in einem professionelleren Umfeld den nächsten Schritt zu gehen. Dies gelang dem Linksfuß nach Anlaufschwierigkeiten.

Halbauer glänzt als vielleicht stärkster Flankengeber der Liga auf der Linksaußen-Position (vier Assists), hat im eigenen Abschluss noch Luft nach oben (nur ein Ligator).

An seine Quote der Vorsaison in der Regionalliga West (14 Scorerpunkte) kommt er noch nicht ran.

Energie Cottbus Zugänge: Tim Campulka hat sich etabliert, Rudolf Ndualu wartet auf den Durchbruch

In der Vorsaison war Rudolf Ndualu (24) im Babelsberger Trikot einer der auffälligsten Akteure der Liga, in Cottbus reichte es bisher nur zur Teilzeitkraft.
In der Vorsaison war Rudolf Ndualu (24) im Babelsberger Trikot einer der auffälligsten Akteure der Liga, in Cottbus reichte es bisher nur zur Teilzeitkraft.  © Picture Point / Gabor Krieg

Steigerungsbedarf: Dominik Pelivan (27) wechselte mit Campulka aus Chemnitz nach Cottbus, für den zentralen Defensivakteur ist es eine Rückkehr in die Lausitz.

Der 44-malige Drittliga-Spieler konnte bis heute nicht sein volles Leistungspotenzial abrufen. Nach von Verletzungen geprägten Spielzeiten fehlt ihm der Spielrhythmus. Betreibt mit Joshua Putze (29) Jobsharing auf der Sechs. Da sollte mehr gehen.

Cedric Euschen (25) lief dem arrivierten Maximilian Oesterhelweg (33) im offensiven Mittelfeld den Rang ab, wirklich überzeugende Auftritte fehlten.

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Der Ex-Spieler des BFC Dynamo ist bemüht, wirkt aber vor allem im Abschluss häufig unglücklich, dem Offensivallrounder lechzt nach einem Erfolgserlebnis. Bisher nur zwei Vorlagen sind zu wenig.

Rudolf Ndualu (24) hatte zu Beginn große Probleme mit der höheren Trainingsintensität, kam deshalb bis heute nicht über die Jokerrolle hinaus (keine Torbeteiligung in der Liga). Bei seinen jüngsten Einwechslungen zeigte der wuselige Dribbler gute Ansätze, die Winterpause kam für den Außenstürmer zur Unzeit.

Beide Seiten dürften sich mehr erhofft haben, in der Vorsaison sammelte Ndualu für Babelsberg elf Scorerpunkte.

Wintertransfers: Claus-Dieter Wollitz wird nachlegen wollen

Talent ist nicht alles: Alexander Prokopenko (21, l.) muss sich an die Härte des Männerfußballs gewöhnen.
Talent ist nicht alles: Alexander Prokopenko (21, l.) muss sich an die Härte des Männerfußballs gewöhnen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Alexander Prokopenko (21) besitzt eine große fußballerische Veranlagung, ist aber nicht im Herrenfußball ankommen. Der Außenstürmer wirkt oft zu verspielt und zu wenig geradlinig, Robustheit und Körperlichkeit gehen ihm ab.

Der feine Techniker bringt zu selten seine PS auf die Straße, weshalb ihm oft nur die Nebenrolle blieb.

Kein Faktor: Timo Bornemann (23) ist bis heute nicht richtig in Cottbus angekommen. Viele hatten erwartet, dass der variable Stürmer nach zwei Jahren 3. Liga stabiler auftritt.

Der Anfang August geholte Angreifer hatte Pech, dass er sich in einem seiner ersten Trainings einen Bänderriss zuzog. Ohne Vorbereitung, Kondition und Spielpraxis konnte der Transfer von Dortmunds U23 seinem neuen Team nicht weiterhelfen.

Fazit: Viele Neuzugänge konnten die in Cottbus hohen Erwartungen noch nicht erfüllen und müssen die Wintervorbereitung gut nutzen, um sich Selbstvertrauen zu holen und körperliche Defizite aufzuarbeiten.

Nichtsdestotrotz muss Cottbus angesichts nur 16 einsatzfähigen Feldspielern zum Rückrunden-Start nachlegen, will man den Aufstieg nicht frühzeitig abschreiben. Das Budget für drei Neuzugänge ist da.

Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / Gabor Krieg (2)

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