Trotz zweier Eckball-Gegentore: Darum trainiert Wollitz keine Standards

Cottbus - Leichtsinn oder Psychologie? Trotz zweier Eckball-Gegentore, die Energie Cottbus im Flutlicht-Hit gegen Aachen das Genick brachen, sträubt sich FCE-Coach Pele Wollitz (60) dagegen, gesondert ruhende Bälle zu trainieren.

Pele Wollitz (60) hat zum Thema Standards seine ganz eigene Herangehensweise.  © Frank Hammerschmidt/dpa

"Standardsituationen haben wir bewusst nicht, explizit nicht diese Woche gemacht. Auch wenn wir letzte Woche vielleicht dadurch selbst das Spiel gekillt haben im Negativen", erklärt der Trainer-Fuchs auf der Pressekonferenz vor Ulm (Samstag, 14 Uhr).

Unterschätzt Wollitz die Wichtigkeit von ruhenden Bällen? Nein. Der 60-Jährige fährt vielmehr einen psychologischen Ansatz: "Ich glaube, wenn du die darauffolgende Woche das machst, ist das mehr kontraproduktiv, zumindest sagt das meine Erfahrung."

Schwerpunkt seien stattdessen diese Woche im Training "Spiel mit dem Ball, Gegenpressing und Intensität" gewesen.

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Mit anderen Worten: Wollitz will das Thema Standards nicht zum Problem machen oder verschlimmbessern, weil Energie in der Rückrunde bis dato keine Anfälligkeiten diesbezüglich zeigte.

Wollitz: "Im heutigen Fußball wird das gar nicht mehr so trainiert. Es werden Abläufe trainiert, aber selten mit Gegenspielern."

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Energie Cottbus kann gegen SSV Ulm wieder auf King Manu zurückgreifen, Awortwie-Grant fraglich

Auf der PK vor Ulm stärkte der Energie-Trainer seinen glücklosen Topspielern den Rücken.  © TAG24/Lukas Schulze

Hinzu kam, dass am Tivoli in King Manu (22) und Tim Campulka (26) die wohl beiden Kopfball-stärksten Energie-Akteure nicht auf dem Platz standen.

Manu dürfte nach überstandenem grippalen Infekt gegen Ulm in die Startelf zurückkehren, zumal Manndecker-Kollege Nyamekye Awortwie-Grant (25) wegen Rückenproblemen diese Woche noch gar nicht trainieren konnte.

Außerdem brach Wollitz auf der PK für seine zuletzt etwas glücklosen Topspieler Tolcay Cigerci (31) und Erik Engelhardt (27) eine Lanze:

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"Am Ende ist es wichtig solchen Spielern gerade in dieser Phase die Rückendeckung zu 100 Prozent zu geben. Und ich finde, dass auch diese Spieler - das meine ich zu 100 Prozent so - auch mal das Recht haben ein schlechteres Spiel zu haben."

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 29 49:26 58
2 FC Energie Cottbus 29 54:43 53
3 Rot-Weiss Essen 29 59:48 52
4 SC Verl 29 67:41 51
5 MSV Duisburg 29 52:40 51
6 FC Hansa Rostock 29 52:32 50
7 TSV 1860 München 29 45:37 49
8 SV Wehen Wiesbaden 29 42:32 48
9 SV Waldhof Mannheim 29 47:53 42
10 Alemannia Aachen 29 51:50 41
11 FC Ingolstadt 04 29 49:39 40
12 Viktoria Köln 29 40:39 38
13 VfB Stuttgart II 29 35:46 38
14 SSV Jahn Regensburg 29 37:43 36
15 TSG 1899 Hoffenheim II 29 53:53 35
16 1. FC Saarbrücken 29 40:43 33
17 FC Erzgebirge Aue 29 33:52 24
18 SSV Ulm 1846 29 38:61 24
19 TSV Havelse 29 41:64 23
20 1. FC Schweinfurt 05 29 26:68 14

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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