Verräterischer Elfer-Zettel von Drittliga-Keeper: "Verschießt sowieso"

Aue - Das Drittliga-Duell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem FC Energie Cottbus (Endstand 1:2) wurde von Ausschreitungen überschattet. Nachdem Fans den Platz stürmten, war die Partie minutenlang unterbrochen. In dieser Zeit fand jedoch ein interessanter Kameraschwenk statt. Gezeigt wurde die Trinkflasche von Cottbus-Keeper Marius Funk, auf der die Auer Elfmeterschützen samt Strafstoß-Vorlieben vermerkt waren.

Marius Funk (30) ist Stammkeeper beim FC Energie Cottbus und hatte die Elfmeter-Schützen mit zahlreichen Vorlieben auf einem Zettel stehen.  © IMAGO/Steinsiek.ch

Auf der Flasche stehen die wahrscheinlichen Schützen und mögliche andere "Veilchen"-Profis, die zum Elfer antreten könnten.

So ist auf dem Stück Papier zu lesen, dass man Marvin Stefaniak am besten das linke Torwart-Eck anbieten, lange stehen und sich schließlich für eine Ecke entscheiden sollte.

Bei Marcel Bär ist Elfmeterschießen eine Sache des Timings, der Auer Angreifer bevorzugt laut dem Zettel die rechte Ecke.

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Schwarz auf Weiß ist dort zu lesen, dass auch Jannic Ehlers, Ricky Bornschein, Julian Günther-Schmidt und Vincent Ocansey als Schützen in Frage kommen könnten.

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Ryan Malone und Marius Funk spielten zusammen beim FC Ingolstadt

Am 38. Spieltag der Saison 2024/25 gewannen Ryan Malone (2.v.r.) und Marius Funk (rechts) im Trikot von Ingolstadt noch 4:1 und das gegen Energie Cottbus.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Als letzter möglicher Strafstoß-Schütze ist dort Aues Abwehr-Hüne Ryan Malone (33) gelistet, dem wenig bis gar nichts zugetraut wird.

"Verschießt sowieso" ist bei ihm anstelle einer Vorliebe zu lesen.

Die ungeschminkte Wahrheit, ein fieser Seitenhieb gegen oder ein spaßiger Gag über gegen den ehemaligen Team-Kollegen? Denn Marius Funk und Ryan Malone spielten von 2023 und 2025 beim FC Ingolstadt, kennen die Stärken und Schwächen aus gemeinsamen Defensiv-Tagen für die Schanzer.

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Der 1,90 Meter große Malone trat in den zwei Jahren nicht als Elfmeterschütze in Erscheinung. Die Stärken des Abwehr-Turms liegen eher in resoluten Zweikämpfen, weiten Einwürfen und im Kopfballspiel.

Den bekanntesten deutschen Elfmeter-Zettel zog im WM-Viertelfinale 2006 Nationaltorwart Jens Lehmann vorm Elfmeterschießen aus seinem Stutzen und parierte dann die Strafstöße der Argentinier Roberto Ayala und Esteban Cambiasso.

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