Cottbus - Viel Arbeit für Pele Wollitz Wochen und Energie Cottbus fünf Wochen vor dem Start in die 2. Liga! Im ersten richtigen Test gegen Regionalliga-Klub VSG Altglienicke geht der FCE nur Halbgas und bekommt mit dem 1:1 (0:0) die Quittung.
Energie war ohne den am Donnerstag verpflichteten Lucas Copado und die weiterhin fehlenden Axel Borgmann und Tolcay Cigerci angetreten, das Trio war beim Spiel des Cottbuser Ortsvereins SG Willmersdorf in zivil vor Ort.
Dagegen durfte sich im Tor Probekeeper Julian Pollersbeck erstmals und direkt über 90 Minuten beweisen.
Und der Ex-HSV-Keeper bekam mehr zu tun als ihm lieb gewesen sein dürfte. Altglienicke erwies sich als harter Widersacher und kam immer wieder zu Abschlüssen, Pollersbeck zeigte sich stets wachsam und meist souverän auf dem Posten.
Außerdem präsentierte er sein bekanntes Torwartspiel, gab 25 Meter vor dem eigenen Tor selbstbewusst den ersten Aufbauspieler. Auch bei hohen Bällen zeigte der langjährige Zweitliga-Keeper eine bemerkenswerte Sicherheit.
Nach 76 Minuten war aber selbst er machtlos, als Altglienicke einen Angriff über Energies rechte Seite einen Angriff durchspielte und Torjäger Jonas Nietfeld zur Stelle war.
Gemurmel machte sich am Spielfeldrand breit, Cottbus reagierte auf dem Platz wütend - Guttau traf den Pfosten (80.). Yusuf Wardak zielte kurz darauf aus der Distanz etwas genauer und markierte den Ausgleich (82.) und Endstand.
Energie Cottbus schaltet erst nach dem Rückstand einen Gang hoch
Energie entging so knapp einer echten Blamage. Zwar hatte der Zweitliga-Aufsteiger in der ersten Hälfte deutliche Feldvorteile, präsentierte sich aber oft wenig zielstrebig und unsauber. Richtig ins Rollen kam Energie nie, der Motor stotterte gewaltig.
Außerdem leistete sich Cottbus erstaunlich viele leichte Ballverluste und Konzentrationsfehler. Spätestens als Altglienicke im zweiten Durchgang seine potenzielle Startelf brachte, ließ sich Energie das Zepter aus der Hand nehmen.
Auch Wollitz hatte bis auf Pollersbeck komplett durchgewechselt, doch das Spiel kippte mehr und mehr in Richtung des Regionalligisten. Die Gästeführung war nicht überraschend, sondern folgerichtig.
Immerhin stemmte sich Energie danach gegen die Niederlage und schaffte den Ausgleich, weil die Wollitz-Elf plötzlich einen Gang hochschaltete.
Das Ergebnis: Ein Warnschuss zu einem frühen Moment der Vorbereitung. Um in der 2. Liga zu bestehen, bedarf es in jedem Spiel harter Arbeit.