Wollitz guckt Konkurrenz nicht! Fernseh-Verbot für Freitagabend

Cottbus - Wenn Energie Cottbus am Samstag auf Wehen Wiesbaden (Anstoß: 14.03 Uhr) trifft, könnte der MSV Duisburg schon vorgelegt haben. Die Zebras gastieren am Freitagabend (19 Uhr) im Auer Schacht, doch Pele Wollitz (60) will die Partie partout nicht sehen!

Cottbus-Coach Pele Wollitz (60) will sich selbst schützen und keine Konkurrenz am Freitagabend schauen.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag macht der Cottbus-Coach ein Geständnis: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mir das Spiel angucke, um mich einfach selber zu schützen, bin ich ehrlich. Weil, du guckst da nach jeder Aktion."

Wollitz sind speziell die Schiedsrichter-Entscheidungen und Benachteiligungen in der Rückrunde ein Dorn im Auge. Auch das Duisburg-Spiel hängt ihm nach wie vor in den Kleidern.

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"Ich will mich da nicht reinsteigern. Ich bin dann sehr leidenschaftlich und emotional und manchmal dann noch jugendlicher als jugendlich, trotz gewissen Alters", so Wollitz sichtlich angespannt.

Ähnlich handhabt es Mittelfeldmotor Dominik Pelivan (29), der TAG24 verrät: "Ich gucke mir so ein Spiel generell nicht an, weil es für mich auch egal ist, was der Gegner macht. Ich weiß, es ist unrealistisch, dass sie beide Spiele mit 5:0 gewinnen und dann an uns vorbeiziehen über die Tore. Aber die Konzentration ist am Freitag eher auf das Spiel, was wir selber haben."

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Energie Cottbus geht mit zwei Toren Vorsprung vor dem Spieltag gegen Wehen Wiesbaden ins Rennen

Auch Dominik Pelivan (29, r.) will seine ganze Konzentration auf das eigene Spiel richten und nicht gen Duisburg blicken.  © Fabian Strauch/dpa

Während also Energies Protagonisten alle Kraft auf den Samstag konzentrieren, werden zig Cottbus-Fans ausnahmsweise Ost-Rivale Erzgebirge Aue am Freitagabend fest die Daumen drücken.

Schon ein Remis würde die Drucksituation für Cottbus am Samstag vor voller Hütte entspannen. Dank des Torverhältnisses liegt Energie - Stand jetzt - mit zwei Toren hauchzart vorne.

Pelivan meint: "Das ist jetzt aber keine Sache, auf die wir gucken, wenn wir in ein Spiel gehen. Da haben wir keinen Einfluss drauf. Wir wollen einfach beide Spiele gewinnen und schauen dann, was die anderen am Ende des Tages machen."

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Kann der Schein vom seit acht Spielen sieglosen Wiesbaden trügerisch sein?

"Es ist immer gefährlich, gerade im Hinblick auf letztes Jahr gegen Ingolstadt. Wir wollen dem Gegner überhaupt keine Chance lassen, in dieses Spiel reinzukommen. Wenn wir das machen, dann glaube ich, dass wir mit der Kulisse auch eine Glanzleistung abliefern können", so Pelivan.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 36 61:30 76
2 FC Energie Cottbus 36 69:50 66
3 MSV Duisburg 36 65:48 66
4 Rot-Weiss Essen 36 74:64 64
5 SC Verl 36 79:47 61
6 FC Hansa Rostock 36 65:43 61
7 Alemannia Aachen 36 67:56 58
8 TSV 1860 München 36 53:48 56
9 SV Wehen Wiesbaden 36 51:50 50
10 Viktoria Köln 36 50:49 50
11 SSV Jahn Regensburg 36 54:56 49
12 SV Waldhof Mannheim 36 57:67 49
13 VfB Stuttgart II 36 51:60 46
14 1. FC Saarbrücken 36 46:50 44
15 FC Ingolstadt 04 36 58:54 43
16 TSG 1899 Hoffenheim II 36 62:67 40
17 TSV Havelse 36 53:81 32
18 SSV Ulm 1846 36 46:74 32
19 FC Erzgebirge Aue 36 47:68 30
20 1. FC Schweinfurt 05 36 34:80 21

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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