Wollitz packt über die 3. Liga aus: "Viele Kollegen bezeichnen sie als 'Kirmes-Liga'"

Cottbus - Schafft es Energie Cottbus am Ostersamstag, gegen den TSV Havelse den Schalter umzulegen? Cottbus-Coach Pele Wollitz (60) beschäftigen vor dem achtletzten Ligaspiel der Saison diverse Störthemen.

Cottbus-Coach Pele Wollitz (60) sieht in einigen Regularien der 3. Liga keine einheitliche Linie.
Cottbus-Coach Pele Wollitz (60) sieht in einigen Regularien der 3. Liga keine einheitliche Linie.  © Julius Frick/dpa

Auf der Pressekonferenz packt Wollitz aus: "Also es gibt ganz viele Kollegen, wenn ich mit denen unter vier Augen [rede] oder mit denen telefoniere, die bezeichnen diese 3. Liga als 'Kirmes-Liga'."

Was der erfahrene Trainer meint: Verband und Vereine drehen mitunter sehr eigenwillig an spielentscheidenden Stellschrauben. In einigen Regularien gibt es keine einheitlichen Linien.

Während Cottbus beispielsweise am Samstag im Eilenriedestadion von Hannover 96 auf den TSV Havelse (Anstoß: 14 Uhr) trifft, spielte Hansa Rostock wenige Wochen zuvor in der Heinz-von-Heiden-Arena.

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Zudem tauschten zahlreiche Konkurrenten nach dem Winter den Rasen, andere Klubs wie Cottbus (aus finanziellen Zwängen) hingegen nicht. So musste Energie am Aachener Tivoli auf einem arg ramponierten Geläuf "Feuer-Wasser-Sand" spielen. Nach dem Cottbus-Spiel wechselte Aachen den für Profifußball unwürdigen Untergrund aus.

In Hannover werden die Lausitzer wiederum auf einem neu verlegten Rasen spielen, der Anfang März ausgetauscht wurde.

3. Liga: Pele Wollitz kritisiert Ungleichbehandlung durch Schiedsrichter

Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim TSV Havelse lässt Wollitz (l.) Dampf ab.
Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim TSV Havelse lässt Wollitz (l.) Dampf ab.  © TAG24/Lukas Schulze

Aber auch die verschiedene Handhabung von Schiedsrichter-Entscheidungen sind Wollitz ein Dorn im Auge. Energies Trainer führt nicht nur den Tor-Klau gegen Mannheim an, der mittels Torlinientechnik hätte verhindert werden können.

Auch das Zücken von Gelben Karten nach Ballwegschießen würde nicht immer stringent bewertet werden.

Hinzu kommt: Bei der Spielplan-Ansetzung gibt es immer wieder Ungleichbehandlungen. Viktoria Köln durfte allein diese Spielzeit schon fünfmal am Freitagabend zu Hause spielen. In der Vorsaison waren es sogar sechs Flutlicht-Partien freitags daheim.

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Rein rechnerisch dürfte jeder Klub nur zweimal in den Genuss eines Heimspiels an diesem überaus beliebten Spieltermin kommen.

Dennoch sagt Wollitz vor dem "absoluten Schlüsselmoment" am Samstag: "Die Spieler, die dann auflaufen, sollten nicht nach hinten gucken, sondern nach vorne gucken [...] und das auf die Wiese bringen, was wir den größten Teil der Saison geschafft haben."

Titelfoto: Julius Frick/dpa

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