FC Bayern unfair behandelt? Kompany knöpft sich Medien vor

München - Der FC Bayern marschiert mit einem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach weiter Richtung Meisterschale. Für Trainer Vincent Kompany (39) gab es nach der Partie trotzdem einen Grund, sich zu ärgern: der Umgang der Medien mit einzelnen Spielern des Rekordmeisters.

Vincent Kompany (39) machte seinem Ärger über die Berichterstattung Luft.
Vincent Kompany (39) machte seinem Ärger über die Berichterstattung Luft.  © Federico Gambarini/dpa

Nicolas Jackson (24) steht seit seiner Ankunft in München in der Kritik. Als Ersatz für den überragenden Harry Kane (32) kriegt er nur wenig Einsatzzeit und konnte auf dem Platz bislang nicht wirklich überzeugen.

Dem Gegenüber steht, dass die einjährige Leihe vom FC Chelsea die Bayern in Summe rund 25 Millionen Euro kostet.

Beim Spiel gegen Gladbach am Freitagabend zeigte Jackson aber eine gute Leistung und belohnte diese am Ende auch noch mit einem Treffer.

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"Er hat heute sehr gut gespielt. Ich muss sagen, dass mir seit meiner Ankunft hier aufgefallen ist, dass, wenn alles gut läuft in der Mannschaft, immer wieder versucht wird, einen oder zwei Spieler ohne Grund herauszugreifen", sagte der Belgier.

"Irgendwie gibt es immer Geschichten über den einen oder anderen Spieler. Letzte Saison war es Serge Gnabry, manchmal Kingsley Coman, jetzt ist es Nicolas Jackson."

Bayern-Trainer Kompany: "Nicolas Jackson hat nichts falsch gemacht"

Nicolas Jackson traf zu Hause gegen Gladbach.
Nicolas Jackson traf zu Hause gegen Gladbach.  © Harry Langer/dpa

Jackson habe "nichts falsch gemacht, er hat extrem gut trainiert, er hat den Afrika-Cup gewonnen."

Intern beim FC Bayern gehe aber alles ruhig zu, meinte Kompany. Auch wenn es natürlich schwierig sei, "wenn Harry Kane auf deiner Position spielt".

Jackson stand in der laufenden Saison nur 731 Minuten auf dem Rasen. Dass die Bayern im Sommer die Kaufoption in Höhe von 65 Millionen Euro ziehen werden, ist äußerst unwahrscheinlich.

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Es waren in der Vergangenheit aber nicht nur die Medien, die die Leihe des Senegalesen in ein schlechtes Licht rückten.

FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (73) plauderte kurz nach der Verpflichtung im Sport1-"Doppelpass" Vertragsdetails aus und kommentierte die vereinbarte Kaufpflicht mit:

"Das muss nur dann bezahlt werden, wenn der 40 Spiele von Anfang an macht - die macht er nie."

Diese Aussage dürfte sich für Jackson und seinen Berater wie eine Ohrfeige angefühlt haben und kam nicht von den Medien.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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