FC Bayern: Musialas Torglück und die "WhatsApp-Messages" von der Mama

Von Carsten Lappe

Eindhoven/München - Auf den Glücksmoment eines Tores musste Jamal Musiala (22) lange warten. Entsprechend glücklich war der Fußball-Nationalspieler nach dem 2:1 (0:0) des FC Bayern bei der PSV Eindhoven. Bei seinem Startelf-Comeback für den deutschen Rekordmeister und seiner Rückkehr in die Champions League erzielte Musiala das 1:0.

Back for good: Jamal Musiala (22) ist glücklich über sein Startelf-Comeback, seiner Rückkehr in die Champions League und seinem Treffer.
Back for good: Jamal Musiala (22) ist glücklich über sein Startelf-Comeback, seiner Rückkehr in die Champions League und seinem Treffer.  © RONNY HARTMANN/AFP

Und das wunderbar nach einem feinen Zusammenspiel mit Youngster Lennart Karl.

"Ich bin richtig glücklich über mein Tor", sagte der 22-jährige Musiala und verriet: "Mama hat mir schon tausende WhatsApp-Messages geschrieben."

Bei der Club-WM in den USA im vergangenen Sommer hatte er zuletzt im Auftaktspiel beim 10:0 gegen Auckland City gleich dreimal getroffen, bevor er sich bei dem Turnier im verlorenen Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain so schwer verletzte.

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"Ich bin vor allem glücklich, wieder auf dem Spielfeld zu sein. Mein Fokus liegt jetzt auf dem nächsten Spiel, mein Level weiter hochzubringen. Ich habe gute Aktionen gehabt, komme jetzt langsam wieder rein", sagte Musiala bei DAZN.

Sein nächstes Etappenziel im WM-Jahr lautet: "Wenn ich auf dem Platz bin, will ich einfach viel Energie und Fokus haben und liefern. Heute war ein guter Tag."

Eberl: "Keiner erwartet Wunderdinge"

FC Bayerns Sportvorstand Max Eberl (52) lobt Musialas Freude und Dankbarkeit, wieder im Einsatz sein zu dürfen.
FC Bayerns Sportvorstand Max Eberl (52) lobt Musialas Freude und Dankbarkeit, wieder im Einsatz sein zu dürfen.  © Harry Langer/dpa

Der Tag war besonders für ihn, aber auch für den FC Bayern, der die Vorrunde auf Platz zwei abschloss und nun in allen Playoff-Runden bis zum Finale das entscheidende Rückspiel daheim bestreiten dürfte. Im Achtelfinale im März könnte es nun - wie im Vorjahr - wieder zu einem deutschen Duell kommen.

Denn als Gegner kommen vor der Playoff-Auslosung am Freitag Atalanta Bergamo, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund oder Olympiakos Piräus infrage. Diese vier Teams spielen im Februar zwei Achtelfinal-Teilnehmer aus.

Im nationalen Duell mit Leverkusen hatten sich die Bayern bereits im Vorjahr im Achtelfinale durchgesetzt. Damals erzielte Musiala beim 3:0 im Heimspiel sein bis Mittwochabend letztes Tor in Europas Königsklasse.

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In Eindhoven vollendete er nun einen Angriff nach Zuspiel von Karl mit einem präzisen Abschluss. Der Ball flog vom rechten Innenpfosten ins Tor. Auch sonst hatte Musiala gute Szenen.

"Keiner erwartet Wunderdinge von Jamal. Und trotzdem hat er ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht nach so langer Zeit", lobte Sportvorstand Max Eberl (52).

"Er hat Freude. Er ist extrem demütig und dankbar, dass er wieder auf dem Platz stehen darf. Er kann ohne Druck spielen." Mit dem Tor habe er sich "belohnt".

Titelfoto: RONNY HARTMANN/AFP

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