München - Nach der erneuten Verletzung von Manuel Neuer (39) wird in den kommenden Spielen wieder Jonas Urbig (22) das Tor des FC Bayern hüten. Für einen früheren Weltmeister ist der 22-Jährige sogar ein Kandidat für die WM.
Mit seiner Präsenz und Ruhe strahle Urbig trotz seines jungen Alters Sicherheit aus – und das sowohl in der Bundesliga als auch auf internationaler Bühne.
Der frühere Nationaltorhüter Roman Weidenfeller (45) bringt die Münchner Nummer zwei deshalb nun sogar als mögliche Option für die Weltmeisterschaft in diesem Sommer ins Gespräch.
"Ich würde Jonas Urbig mitnehmen zur Weltmeisterschaft, weil er das Alter und das Talent dazu hat, in Zukunft deutscher Nationaltorwart zu werden", so Weidenfeller im "Doppelpass" bei Sport1.
Ein weiterer Pluspunkt aus Weidenfellers Sicht: Beim FC Bayern könne sich Urbig regelmäßig auf der größten europäischen Bühne beweisen. Während Oliver Baumann, Alexander Nübel und andere Kandidaten im DFB-Kreis diese Möglichkeit nicht immer hätten, sammle der 22-Jährige in der Champions League wertvolle Erfahrung auf absolutem Topniveau.
Als feste Nummer eins der Nationalmannschaft sieht der Weltmeister von 2014 den Bayern-Keeper allerdings noch nicht. Für Weidenfeller ist die Hierarchie derzeit klar: "Nummer eins ist Baumann, klar. Dann Nübel und Urbig. Du kannst dich darüber streiten, ob du Urbig auf die Zwei packst und Nübel dahinter."
Urbig stand diese Saison bereits elfmal für den FC Bayern im Tor
Jonas Urbig sammelt derzeit reichlich Einsatzminuten. Der 22-Jährige stand in dieser Saison bislang elfmal für den FC Bayern zwischen den Pfosten – mehr als die Hälfte dieser Einsätze, nämlich sechs, kamen allein im laufenden Kalenderjahr zustande, als Vertreter des immer wieder verletzten Manuel Neuer.
Nach dem jüngsten Muskelfaserriss des Kapitäns dürfte Urbig nun erneut gefragt sein. Mindestens zwei weitere Spiele warten auf ihn: am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo sowie am Samstag im Bundesliga-Topspiel bei Bayer Leverkusen.
Gut möglich, dass Urbig auch im potenziellen Rückspiel gegen die Italiener in der kommenden Woche wieder im Tor stehen wird.
Intern bleibt man beim FC Bayern dennoch gelassen. Der erst 22-jährige Jonas Urbig hat in seinen bisherigen Auftritten bereits angedeutet, dass auf ihn Verlass sein kann.