Tuchel übernimmt beim FC Bayern: Alle Details zum Nagelsmann-Nachfolger

München - Der FC Bayern hat Thomas Tuchel (49) als neuen Trainer und Nachfolger des überraschend freigestellten Julian Nagelsmann (35) verpflichtet. Der 49-Jährige erhält in München einen Vertrag bis 2025. TAG24 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Engagement von Tuchel.

Thomas Tuchel (49) ist neuer Cheftrainer des FC Bayern München.
Thomas Tuchel (49) ist neuer Cheftrainer des FC Bayern München.  © DENIS LOVROVIC / AFP

Warum Tuchel?

Die Bayern waren bereits 2018 an dem ehemaligen Mainzer und Dortmunder Chefcoach dran, kamen aber zu spät - und Tuchel ging nach Paris. Dort wie beim FC Chelsea, mit dem er 2021 die Champions League gewann, hat Tuchel seine Qualitäten auf höchstem Niveau nachgewiesen und gezeigt, dass er auch mit Weltstars kann. Zudem hat er seinen Lebensmittelpunkt schon seit Wochen in München.

Wann legt Tuchel los?

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Am Samstag (12 Uhr) wird er von Vorstandschef Oliver Kahn (53) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (46) in der Allianz Arena vorgestellt. Am Montag soll Tuchel sein erstes Training an der Säbener Straße leiten.

Wie geht es danach weiter?

Mit den Wochen der Wahrheit. Tuchel debütiert am kommenden Samstag im größtmöglichen deutschen Vereinsspiel: gegen seinen früheren Klub Borussia Dortmund, einen Punkt vor den Bayern Tabellenführer, im Bundesliga-Klassiker in München.

Nach zwei Duellen mit dem SC Freiburg im Pokal-Viertelfinale und in der Liga kommt es zum Kracher in der Champions League gegen Manchester City. Dort auf der Bank: der frühere Bayern-Trainer Pep Guardiola (52), mit dem Tuchel einst beim Taktik-Gipfel Salzstreuer im Restaurant verschob.

FC Bayern holt Tuchel für Nagelsmann: Bosse erwarten sofortigen Erfolg

Tuchel gewann mit Chelsea 2021 die Champions League.
Tuchel gewann mit Chelsea 2021 die Champions League.  © Darko Bandic/AP/dpa

Was sind die Probleme?

Wegen der Länderspielpause hat Tuchel nur zwei Tage wirkliche Vorbereitung auf den BVB. Er muss schnellstmöglich die schwankenden Leistungen stabilisieren, sein eigenes System finden und die Egos der vielen Topstars moderieren.

Was erwarten die Bosse von ihm?

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Nicht weniger als sofortigen Erfolg. Nagelsmann musste gehen, weil die Bayern ihre Ziele in dieser Saison, "aber auch über diese Saison hinaus" in Gefahr sahen, wie Kahn sagte. Konkret: das so heiß begehrte Triple. Tuchel soll es erringen, vor allem in der Champions League gilt er als Trumpfkarte.

Wie fallen die Reaktionen aus?

Viele Fans sind sauer, der eloquente Oberbayer Nagelsmann war sehr beliebt. Was der Münchner Anhang den Bossen besonders krummnimmt: dass sich die wiederholten Treueschwüre der vergangenen Wochen als leere Worthülsen erwiesen haben. Tuchel gilt davon abgesehen als "gute Wahl", zumindest für Sky-Experte Lothar Matthäus (62).

Was bedeutet das Trainerbeben für die Bayern-Bosse?

Kahn, Salihamidzic und Präsident Herbert Hainer (68) haben sich unglaubwürdig gemacht. Das vermeintliche "Langzeitprojekt" Nagelsmann mit einer panisch wirkenden Kurzschlussreaktion zu beenden, lastet schwer auf ihrem Image. "Mia san mia" geht anders.

"Bayern München muss wieder eine klare Linie finden", fordert Matthäus.

Titelfoto: DENIS LOVROVIC / AFP

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