19. Saison in Aue: Martin Männel bleibt bei den Veilchen

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Aue-Bad Schlema - "Wir haben noch lange nicht genug" ist ein großer Hit der Böhsen Onkelz und gleichzeitig das Motto von Martin Männel (38). Er hat noch nicht genug. Der Torhüter des FC Erzgebirge hat seinen Vertrag verlängert und möchte den Betriebsunfall des Abstiegs aus der dritten Liga mit korrigieren.

Martin Männel (38) geht in seine 19. Saison beim FC Erzgebirge Aue.
Martin Männel (38) geht in seine 19. Saison beim FC Erzgebirge Aue.  © picture point/Sven Sonntag

Sein Ziel wird in der kommenden Saison sein, die Veilchen wieder zurück in die dritte Liga und damit in den bezahlten Fußball zu führen.

"Auch wenn der Stachel des Abstiegs tief sitzt, habe ich schon zweimal einen großen Umbruch miterlebt. Er bietet immer auch eine Chance. Erneut einen Beitrag zu leisten in einer auch für mich neuen Ausgangssituation, ist eine große Herausforderung. Ich fühle mich gut und freue mich auf die neue Saison mit vielen Ostderbys", so Martin Männel bei der Verlängerung seines Vertrages.

Als Männel 2008 aus Cottbus nach Aue kam, war er 20 Jahre jung. 
Jetzt ist er 38 und er hat in diesen 18 Jahren komplett eine Ära bei den Schachtern geprägt. Über 600 Pflichtspiele hat er bereits auf seinem Buckel. Weitere werden in der neuen Saison sicherlich dazukommen. 


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"Das hatte ich damals nicht so geplant, als ich nach Aue kam", gab der Keeper neulich in einer Reportage über den FC Erzgebirge bekannt. "Ich habe Aue als Sprungbrett gesehen. Aber es hat sich entwickelt. Mir hat es hier gefallen und deshalb bin ich auch geblieben", sagte er - und das trotz mehrerer Angebote über die ganzen Jahre hinweg.

Männel geht also jetzt in seine 19. Saison. Das dürfte einmalig sein im deutschen Fußball.

Lediglich Heidenheims Trainer Frank Schmidt (52) hat noch eine Saison mehr auf seinem Konto bei ein und demselben Verein.

Martin Männel bei Aue: Zwei Aufstiege, drei Abstiege

Die beiden Routiniers Martin Männel und Marcel Bär (34) feiern den Sieg im Sachsenpokal.
Die beiden Routiniers Martin Männel und Marcel Bär (34) feiern den Sieg im Sachsenpokal.  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Geschichte um Männel spricht für sich: Die Aufstiege 2011 und 2016 in die 2. Bundesliga waren sicherlich seine Höhepunkte. Dem stehen aber auch drei Abstiege gegenüber, zuletzt eben in die Regionalliga.

Unvergessen ist auch sein Tor am letzten Spieltag der Saison 2015/2025 beim 2:2 in Heidenheim. Das reichte da aber leider nicht. Aue stieg nach dem Spiel, aber postwendend mit ihm dann als neuen Kapitän auch wieder auf.

Nun hat Männel eine leicht andere Aufgabe im Verein. 
Er wird sich mit Nachwuchs-Keeper Max Uhlig (19) um die Nummer eins im Tor streiten müssen. Einen Freifahrtschein hat er nicht.

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"Martin Männel wird 2026/27 nicht als Nummer eins gesetzt sein. Aber wenn die Mannschaft ihn mit all seiner Erfahrung braucht, ist er wie in den vergangenen 18 Jahren zur Stelle", erklärt Kaderplaner Steffen Ziffert (61) und weist darauf hin, dass auch der Übergang für eine berufliche Orientierung im Verein für den nunmehr 38-Jährigen konkretisiert wurde.

Für ihn heißt es nun mit den anderen Routiniers um Marcel Bär (34) und Simon Skarlatidis (35), die neue Mannschaft zu formen und in die Spur zu bringen.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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