Aue-Interimstrainer Müller würde gern weitermachen: "Mannschaft ist leicht zu führen"

Aue - Nächsten Donnerstag bittet der Cheftrainer des FC Erzgebirge Aue die Profis zum Trainingsauftakt. Noch ist die Stelle vakant, da Carsten Müller (51) nach wie vor als Interimslösung fungiert. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass aus der vorübergehenden eine fortwährende Aufgabe wird.

Darf er weiter jubeln oder kommt in den nächsten Tagen ein neuer Trainer? Aues Interimscoach Carsten Müller (51) würde jedenfalls gern weitermachen.
Darf er weiter jubeln oder kommt in den nächsten Tagen ein neuer Trainer? Aues Interimscoach Carsten Müller (51) würde jedenfalls gern weitermachen.  © picture point/Sven Sonntag

Wer Müller in den letzten Wochen an der Seitenlinie erlebte, mit ihm sprach, hatte stets das Gefühl, hier brennt einer für Aue.

Der 51-Jährige macht allerdings nie groß Aufhebens über sich selbst und wurde nie müde zu betonen, dass er genauso gut in die zweite Reihe zurücktreten würde, um sich wieder voll und ganz dem Nachwuchsleistungszentrum zu widmen.

Sehr gut möglich, ist ein Szenario, dass Müller bis Sommer auf der Trainerbank sieht und erst dann ein Nachfolger angestellt wird, der dann Jens Härtel (53) heißen könnte, und mit dem sich die Veilchen bereits intensiv beschäftigten.

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Für Müller spricht die sportliche Trendwende und die Tatsache, dass mit Pavel Dotchev (57) und Timo Rost (44) noch eine gütliche Trennung erfolgen muss.

Das kostet, genau wie ein neuer Trainer noch im Winter. Geld, das der Verein gut und gerne für Wintertransfers gebrauchen kann.

Müller: "Es ist wichtig, ein 'Wir schaffen das' an den Tag zu legen"

"Die Mannschaft ist leicht zu führen", sagt Aues Interimscoach Carsten Müller.
"Die Mannschaft ist leicht zu führen", sagt Aues Interimscoach Carsten Müller.  © picture point/Sven Sonntag

Bis zum 8. Dezember möchte der Kumpelverein Tatsachen schaffen, wie Vorstand Robert Scholz kürzlich bekannt gab. Müller stünde bereit. "Die Mannschaft ist von den Charakteren her angenehm zu führen und die Jungs machen es einem bei der täglichen Arbeit leicht", bereitet ihm die Arbeit sichtlich Freude.

Er weiß zudem, worauf es einzuwirken gilt. "Nach wie vor ist eine gewisse Verunsicherung vorhanden", sieht Müller seine Elf noch nicht derartig gefestigt, um frei von der Leber weg zu spielen. Diesen mentalen Rucksack abzulegen, ist die dringliche Aufgabe.

Sollte die Vereinsspitze für deren Erledigung nicht ihn, sondern jemand anderes bestimmen, kann er wenigstens einige Ratschläge mit auf den Weg geben, was passieren muss.

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Müller: "Das Selbstverständnis ins eigene Spiel muss stärker ausgeprägt werden, um in schwierigen Spielsituationen nicht die Nerven zu verlieren. Angesichts der sportlichen Situation ist eine gewisse Verunsicherung nichts Ungewöhnliches. Aber es ist wichtig, ein 'Wir schaffen das' an den Tag zu legen. Beim FC Bayern würden sie sagen: 'Mia san mia'. Dazu gehört dann, abgeklärter aufzutreten und das eigene Spiel konsequenter durchzuziehen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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