Aue-Kapitän Männel zum Remis auf der Alm: "Dürfen nicht komplett unglücklich sein!"

Bielefeld - "Wenn man aus Bielefeld einen Punkt entführt, darf man nicht komplett unglücklich sein", urteilte Martin Männel (35) über das 2:2 (2:1) des FC Erzgebirge auf der Bielefelder Alm.

Das Tor zum 1:0 für Aue: Tim Danhof (26, r.) zog vom 16er aus in die Mitte und schob die Kugel platziert mit links ins lange Eck.
Das Tor zum 1:0 für Aue: Tim Danhof (26, r.) zog vom 16er aus in die Mitte und schob die Kugel platziert mit links ins lange Eck.  © picture point/Sven Sonntag

Es schlugen zwei Herzen in seiner Brust. Vorher hätte er den einen Zähler unterschrieben. In der Nachbetrachtung schien wegen des zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprungs mehr drin gewesen zu sein.

"Sieht man den Spielverlauf, geht das Ergebnis über die kompletten 90 Minuten in Ordnung. Aber dadurch, dass wir 2:0 geführt hatten und durch unsere Unerfahrenheit den Gegner mit dem 1:2 wieder hineinkommen ließen, ist es ärgerlich", sagt Männel.

Tim Danhof (26, 18.) und Marcel Bär (31, 40.) hatten konterstarke Veilchen in Führung gebracht. Männel war es, der zwischendrin im Duell der Vereinsikonen gegen Fabian Klos (36, 29.) das fast sichere 1:1 vereitelte.

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Kurz vor der Pause spielte Danhof im Vorwärtsgang einen unsauberen Ball, Linus Rosenlöcher (23) konnte bei der anschließenden Eingabe im Kopfballduell mit Nicklas Shipnoski (25, 45.+1.) nicht mehr entscheidend stören, und die Arminen witterten wieder Morgenluft.

Männel: "Was mich am 1:2 ärgert, ist, dass wir im eigenen Ballbesitz dem Gegner so leicht den Ball überlassen."

Marcel Bär (31) bejubelt seinen siebenten Saisontreffer. Er spritzte in eine Hereingabe von Tim Danhof (26) und erzielte das 2:0.
Marcel Bär (31) bejubelt seinen siebenten Saisontreffer. Er spritzte in eine Hereingabe von Tim Danhof (26) und erzielte das 2:0.  © imago/osnapix
Der Anschlusstreffer zum 1:2 mit dem Pausenpfiff. Aues Linus Rosenlöcher (23, l.) konnte den Kopfball von Nicklas Shipnoski (25) nicht verhindern.
Der Anschlusstreffer zum 1:2 mit dem Pausenpfiff. Aues Linus Rosenlöcher (23, l.) konnte den Kopfball von Nicklas Shipnoski (25) nicht verhindern.  © picture point/Sven Sonntag
FCE-Kapitän Martin Männel (35) bedankte sich nach dem Spiel bei den mitgereisten Fans.
FCE-Kapitän Martin Männel (35) bedankte sich nach dem Spiel bei den mitgereisten Fans.  © picture point/Sven Sonntag
Das 2:2: Kaito Mizuto (23, 2.v.r.) schob aus Nahdistanz ein.
Das 2:2: Kaito Mizuto (23, 2.v.r.) schob aus Nahdistanz ein.  © picture point/Sven Sonntag

Zweite Sperre für Aue-Coach Dotchev

Sah Gelb-Rot und musste auf die Tribüne: FCE-Coach Pavel Dotchev (58).
Sah Gelb-Rot und musste auf die Tribüne: FCE-Coach Pavel Dotchev (58).  © picture point/Sven Sonntag

Man wusste, dass es schwer würde, 45 Minuten nur zu verteidigen, weshalb Aue in der zweiten Halbzeit selbst mehr Initiative ergreifen wollte.

"Nur sind wir nicht mehr so gut hineingekommen, weil Bielefeld robust in den Zweikämpfen war. Da fanden wir nicht die richtigen Mittel, weshalb das 2:2 folgerichtig war", meint Männel zu Kaito Mizutas Ausgleichstor (75.).

Zu allem Überfluss sah Coach Pavel Dotchev (58) nach einem Tête-à-Tête mit Schiedsrichter Florian Lechner (42) Gelb-Rot und ist damit nächstes Wochenende gegen den MSV Duisburg gesperrt. Für ihn ist es die zweite Sperre als Veilchen-Coach, nachdem er letzte Saison eine Gelbsperre abgesessen hatte.

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"Er hat mir Gelb gezeigt und beim Wegdrehen habe ich 'hau' ab' gesagt. Dafür möchte ich mich entschuldigen, weil ich das nicht sagen darf", erklärt Dotchev.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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