Aue reicht Lizenzunterlagen für 3. Liga und Regionalliga ein: So planen die Veilchen bei Klassenerhalt
Aue-Bad Schlema - Erzgebirge Aue plant angesichts der Tabellensituation zwangsläufig zweigleisig. Bis 2. März sind zunächst die Lizenzunterlagen für die 3. Liga abzugeben. Der Antrag auf Zulassung zum Spielbetrieb für die Regionalliga Nordost ist bis zum 6. März einzureichen, wie der NOFV auf seiner Homepage schreibt.
Der Tabellen-17. würde im Fall des Klassenerhaltes die kommende Drittliga-Spielzeit 2026/27 in etwa mit dem gleichen Etat angehen wie die aktuelle Saison, erklärte FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) gegenüber TAG24.
Die vorläufige Planung sieht ein Budget in Höhe von rund 13 Millionen Euro für den Gesamtverein vor. Vor einem Jahr habe man anfangs mit 12,7 Mio. Euro geplant und sei durch weitere Steigerungen und Anpassungen im Zuge der Nachlizenzierung letztlich auf 13,5 Mio. Euro gekommen.
Ein Drittliga-Abstieg dürfte dagegen zwangsläufig zu Einschnitten führen. Die Planung hierfür läuft aktuell noch. Alleine bei den TV-Geldern bricht rund eine Million Euro an Einnahmen weg, da der niedrige fünfstellige Betrag, den es in der 4. Liga gibt, marginal ist.
In Aue geht es also in den nächsten 13 Spielen ums Ganze. Das weiß auch Klubchef Schlesinger: "Wir sind davon überzeugt, dass das Trainerteam um Christoph Dabrowski und Sportchef Michael Tarnat die Mannschaft für die restliche Saison so einstellen, dass die Mentalität auf den Platz gebracht wird, die es benötigt, um die nötigen Punkte zu holen."
Thomas Schlesinger: "Die Qualität ist bei jedem Einzelspieler vorhanden"
Noch 39 Zähler sind zu vergeben, von denen die Veilchen in etwa die Hälfte holen müssen, um am 38. Spieltag über dem Strich zu stehen. Von den 18 möglichen Zählern aus den ersten sechs Spielen der Rückrunde holte Aue nur zwei.
Schlesinger stellt klar: "Die Qualität ist bei jedem Einzelspieler vorhanden. Neben der offensiven Kreativität braucht es vor allem Stabilität und Mentalität in der Defensive. Diesen Hebel müssen sich Mannschaft und Staff im Training erarbeiten und die Niederlage gegen Cottbus aus den Köpfen kriegen."
Zuversichtlich darf die Veilchen-Chefetage ebenjener Auftritt gegen die Lausitzer stimmen - wenngleich er keine Punkte eingebracht hat.
Das will der Traditionsklub nun am Sonnabend zu Hause im Duell der beiden lila-weißen Klubs nachholen. Denn mit einem Auftritt wie über weite Strecken gegen Cottbus ist gegen Osnabrück Zählbares möglich, findet auch Schlesinger.
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

