Aues Interims-Trainer Müller fordert für ersten Liga-Dreier: "Wir brauchen Männer!"

Aue - Interims-Trainer Carsten Müller (50) hat es geschafft, mit dem FC Erzgebirge Aue den ersten Saisonsieg einzufahren. Jenen Schwung aus dem Erfolg im Landespokal-Duell mit Fünftligist FC Eilenburg (2:1) wollen die Veilchen mitnehmen, um am Freitagabend gegen den SV Meppen den ersten Liga-Dreier einzutüten.

Marvin Stefaniak (27) hat seinen Muskelfaserriss "rausgelaufen" und könnte Freitagabend sein Comeback feiern.
Marvin Stefaniak (27) hat seinen Muskelfaserriss "rausgelaufen" und könnte Freitagabend sein Comeback feiern.  © picture point/Sven Sonntag

Von jetzt auf gleich übernahm Nachwuchschef Müller den Tabellenletzten Mitte letzter Woche und tut sein Bestes, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dies geschieht nicht allein auf dem Trainingsplatz. "Wir führen viele Gespräche mit den Spielern", gibt Müller preis, wie er auch das Selbstvertrauen stärken will.

Man müsse die guten Situationen aus dem Eilenburg-Spiel zurückholen, diese im Idealfall verankern und gleichzeitig die Grundtugenden auf den Platz bringen.

Müller: "Sie sollen ihr Herz in beide Hände nehmen. Wir brauchen Männer am Freitag, die wissen, dass wir leiden müssen! Die Überzeugung, das Spiel gewinnen zu können, muss größer sein, als die Angst zu verlieren."

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Ein gewichtiger Faktor an den ersten Spieltagen war Marvin Stefaniak (27), der allerdings die letzten drei Punktspiele wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel pausierte. Nun könnte er sein Comeback geben. "Wir sind guter Dinge, dass Marvin eine Alternative werden kann", gibt sich Müller hoffnungsvoll.

Trainerfrage in Aue noch immer offen

Interims-Trainer Carsten Müller (50) will nach dem ersten Saisonsieg im Sachsenpokal auch in der Liga den ersten Dreier einfahren.
Interims-Trainer Carsten Müller (50) will nach dem ersten Saisonsieg im Sachsenpokal auch in der Liga den ersten Dreier einfahren.  © Picture Point/Gabor Krieg

Stefaniak eine Woche voraus ist Martin Männel (34), der bereits letzten Sonntag in Eilenburg nach 187-tägiger Verletzungspause wegen einer Meniskusverletzung wieder zwischen den Pfosten stand.

Dort rangelt er mit seinem bisherigen Vertreter Philipp Klewin (28) um den Status als Nummer eins. "Wir werden eine Entscheidung treffen, zu der wir zu 100 Prozent stehen."

Entschieden ist noch nichts, was auch für die Trainerfrage gilt. Die Antwort, wer Aue auf lange Sicht wieder in die Spur bringt, ist die Gretchenfrage.

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Der neue sportliche Leiter Matthias Heidrich (44) muss sie beantworten und begibt sich in die Spur: "Es ist ein Mix aus Telefonbuch durchblättern, WhatsApp-Nachrichten und Telefonanrufe entgegenzunehmen. Wie die Entscheidung am Ende ausfällt, wird man sehen. Das muss sitzen. Es gab viele Initiativbewerbungen, aber auch viele Absagen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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