Bleibt Aue-Ikone Männel bei Abstieg? "Möchte gerne nächste Saison Teil dieser Mannschaft sein"

Aue - Bleibt Klubikone Martin Männel (38) auch bei Abstieg im Lößnitztal oder endet die 18-jährige Vereinskarriere mit dem bitteren Gang in die Regionalliga Nordost? Die Verantwortlichen, Kaderplaner Steffen Ziffert (61) und Sportvorstand Jens Haustein (58), hatten zuletzt die Spielergespräche forciert. Mit wem plant der FC Erzgebirge Aue und wer kann sich überhaupt von sich aus einen Verbleib vorstellen?

Eine Maschine im Tor! Aue-Keeper Martin Männel (38) hält den Schuss von Stuttgart-Stürmer Justin Diehl (21).  © picture point/Sven Sonntag

Eine Frage, die jeden betrifft. Erik Majetschak (26), Erik Weinhauer (25) oder Louis Lord (22) hatten sich unter anderem dazu geäußert. Männel bezog jetzt Stellung dazu, wie es bei ihm weitergeht.

Eines sei vorweggenommen: Ans Aufhören denkt der 38-Jährige mitnichten! Und solche Paraden, wie am Sonntagabend gegen Stuttgart II., als er Noah Darvichs (19) Schuss aus dem linken Winkel kratzte, zeigen, dass Männel längst nicht zum alten Eisen zählt und in der Regionalliga einer wäre, um den Aue die halbe Liga beneiden würde.

"Die Lust und der Spaß am Fußball sind nie abhandengekommen und nach wie vor da. Ich bin fit und sollte der Fall eintreten, möchte ich das Ganze in irgendeiner Form in der Regionalliga geraderücken. [...] Für mich gibt es keinerlei Zweifel, dass ich gerne nächste Saison Teil dieser Mannschaft sein möchte", sagte Männel bei "MagentaSport".

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Hierzu laufen bereits die Gespräche, in denen dann Spieler und Verein Perspektiven und Aussichten übereinanderlegen.

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Aue-Keeper Männel: "Habe nach wie vor großen Spaß am Fußball"

Eine absolute Ikone: Aue-Kepper Martin Männel will Teil der Mannschaft bleiben.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Über die Art und Weise, die Rolle, ob auf oder neben dem Platz oder sonst irgendwas, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich habe nach wie vor großen Spaß am Fußball", unterstrich Männel.

Ursprünglich sah der grobe Plan vor, Torhüter-Talent Max Uhlig (19) hinter ihm in der 3. Liga behutsam als künftige Nummer eins aufzubauen. Eine Liga tiefer ist der Sprung nicht derart groß, sodass sich die Zeitachse nach vorne verschieben und Männel schon nächsten Sommer in der Planung ins zweite oder dritte Glied rücken könnte.

Finanziell ist ein solcher Kaderplatz in der Nordost-Staffel aber nicht hoch dotiert – und Männel vom Leistungsniveau her theoretisch auch keine Nummer zwei oder drei bei einem Regionalligisten. Bliebe noch die Option als Standby-Profi und parallel Torwarttrainer.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 34 56:27 70
2 Rot-Weiss Essen 34 72:56 64
3 FC Energie Cottbus 34 66:48 63
4 MSV Duisburg 34 62:44 63
5 FC Hansa Rostock 34 62:37 60
6 SC Verl 34 74:45 58
7 Alemannia Aachen 34 63:54 54
8 TSV 1860 München 34 49:45 52
9 SV Wehen Wiesbaden 34 47:45 49
10 SV Waldhof Mannheim 34 55:63 48
11 Viktoria Köln 34 48:47 47
12 SSV Jahn Regensburg 34 47:53 43
13 VfB Stuttgart II 34 43:56 43
14 FC Ingolstadt 04 34 52:49 40
15 TSG 1899 Hoffenheim II 34 61:62 40
16 1. FC Saarbrücken 34 42:49 38
17 SSV Ulm 1846 34 44:69 32
18 TSV Havelse 34 50:75 29
19 FC Erzgebirge Aue 34 40:63 26
20 1. FC Schweinfurt 05 34 31:77 19

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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