Fanfrust und Petition: FCE-Vorstand beruft Versammlung ein, aber keine außerordentliche MV
Aue - Seit Wochen hängt der Haussegen beim FC Erzgebirge Aue schief. Die miserable sportliche Lage mit dem vor der Saison nicht für möglich gehaltenen Drittligaabstieg sorgt für Fanfrust. Mehrere Personalentscheidungen der Vereinsführung, die allesamt nicht fruchteten, sorgen dafür, dass Präsident Thomas Schlesinger, Sportvorstand Jens Haustein und Co. massiv in der Kritik stehen.
Das Personal-Beben zum Ostersonntag mit der Doppel-Entlassung von Cheftrainer Christoph Dabrowski und dessen Co-Trainer Lars Fuchs sowie dem Abgang von Sportchef Michael Tarnat, der erst vier Tage zuvor mit der Kaderplanung auch bei Abstieg betraut worden war, ließ das Fass überlaufen.
Vereinsmitglied Janett Rosenau sorgte mit ihrer Petition zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung für den ersten richtigen Aufschlag.
Dass diese Aktion, über die unter anderem TAG24 berichtete, eine sehr breite Öffentlichkeit fand und von knapp 1150 Unterstützern gezeichnet wurde, sorgte für Widerhall im Kumpelverein.
Aue-Vorstand lädt am 19. Mai zum Info-Abend ins Erzgebirgsstadion ein
Am 12. April, dem Tag des Verl-Spiels, luden Präsident Thomas Schlesinger und Vorstandsmitglied Jörg Püschmann die Initiatorin zu einem persönlichen Austausch ins Erzgebirgsstadion ein. Das Ergebnis war, erwartbar, keine außerordentliche Mitgliederversammlung. Einzig wenn mindestens 25 Prozent der rund 9600 Vereinsmitglieder diese einfordern, müsste der Vorstand handeln.
Tatenlos bleibt er dennoch nicht - allerdings ohne direkte Konsequenzen. So lädt der FCE-Vorstand Mitglieder, Fans, Sympathisanten und Sponsoren am 19. Mai (18 Uhr) - und damit drei Tage nach dem letzten Spieltag in Schweinfurt - zu einem Informations-Abend ins Erzgebirgsstadion ein.
"Denn den Verantwortlichen ist es besonders wichtig, in herausfordernden Zeiten im direkten Austausch zu bleiben. Sie stellen sich deshalb den Fragen, blicken gemeinsam auf die Saison zurück und schauen vor allem voraus auf das, was vor uns liegt", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.
Geplant ist, die Versammlung aufzuzeichnen und im Nachgang allen Interessierten zugänglich zu machen.
Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / Gabor Krieg, Picture Point/Sven Sonntag
