Zitterpartie gegen Stuttgart! Marcel Bär rettet Aue vor vorzeitigem Abstieg

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Aspach/Aue - Die Horror-Serie hält an, aber der Abstieg ist um eine Woche vertagt! Erzgebirge Aue bleibt mit dem 2:2 (0:2) beim VfB Stuttgart II. am Sonntagabend zum 15. Mal in Folge sieglos, kann dank des späten Ausgleichstreffers von Marcel Bär (88.) den vorzeitigen Gang in die Regionalliga Nordost allerdings über das kommende Sachsenpokal-Halbfinale beim Chemnitzer FC hinauszögern. Zumindest theoretisch.

Mehrere Aue-Fans waren nach Stuttgart gereist, um ihre Mannschaft anzufeuern. Immerhin konnte der vorzeitige Gang in die Regionalliga Nordost verhindert werden.
Mehrere Aue-Fans waren nach Stuttgart gereist, um ihre Mannschaft anzufeuern. Immerhin konnte der vorzeitige Gang in die Regionalliga Nordost verhindert werden.  © picture point/Sven Sonntag

Das könnte mental doch noch mal ein paar Prozente bringen: "Wir haben ein bedeutendes Spiel vor uns, für das es wichtig war, eine gute Leistung zu bringen. Das haben wir über 90 Minuten nicht geschafft. Wir bringen uns zweimal um den eigenen Lohn. Das müssen wir für Mittwoch abschalten", meinte Keeper Martin Männel bei "MagentaSport".

Die VfB-Bubis ließen ihre individuelle Klasse in Person von Ex-Veilchen Nicolas Sessa (38.) aufblitzen, der sich erst an Julian Guttau vorbeidrehte und dann die Kugel sehenswert in den linken Knick schweißte.

Jeremy Arevalo (40.) mit dem Doppelpack und dann war es Männel, der den vorzeitigen K.o. durch Noah Darvich (42.) verhinderte.

Kaderplanung trotz offener Trainerfrage: Aues unorthodoxes Vorgehen überrascht
FC Erzgebirge Aue Kaderplanung trotz offener Trainerfrage: Aues unorthodoxes Vorgehen überrascht

Aue nicht die zwei Tore schlechter, aber zum wiederholten Male nicht in der Lage, über die komplette Spielzeit das eigene Leistungsvermögen auf den Platz zu bringen und dazu im Ballbesitz und – was nicht sein darf gegen eine zweite Mannschaft – auch in den Zweikämpfen schwächer unterwegs.

Dennoch gelang Julian Guttau (54.) der Anschluss und Aue packte den letzten Strohhalm, als Maximilian Herwerth den Ball mit der Hand spielte. Bär, seit voriger Woche neuer Kapitän, nahm die Verantwortung auf seine Schultern.

Hängende Gesichter bei den Veilchen nach dem Führungstreffer der Stuttgarter.
Hängende Gesichter bei den Veilchen nach dem Führungstreffer der Stuttgarter.  © picture point/Sven Sonntag
Zeigte wieder einmal eine starke Leistung: Aue-Keeper Martin Männel (l.) pariert gegen Justin Diehl (r.).
Zeigte wieder einmal eine starke Leistung: Aue-Keeper Martin Männel (l.) pariert gegen Justin Diehl (r.).  © picture point/Sven Sonntag
Marcel Bär traf zwei Minuten vor Schluss vom Elfmeterpunkt zum 2:2. Zum Sieg reichte es aber nicht mehr.
Marcel Bär traf zwei Minuten vor Schluss vom Elfmeterpunkt zum 2:2. Zum Sieg reichte es aber nicht mehr.  © picture point/Sven Sonntag
Noch vier Spiele, zwölf Punkte Rückstand und die deutlich schlechtere Tordifferenz gegenüber Saarbrücken. Nur die reine Mathematik hält Aue noch am Leben. Das 2:2 beim VfB II. war zu wenig.
Noch vier Spiele, zwölf Punkte Rückstand und die deutlich schlechtere Tordifferenz gegenüber Saarbrücken. Nur die reine Mathematik hält Aue noch am Leben. Das 2:2 beim VfB II. war zu wenig.  © picture point/Sven Sonntag

Lob von Aue-Interimstrainer Khvicha Shubitidze

Lobte seine Mannschaft nach dem Spiel: Aue-Interimstrainer Khvicha Shubitidze.
Lobte seine Mannschaft nach dem Spiel: Aue-Interimstrainer Khvicha Shubitidze.  © picture point/Sven Sonntag

"Ich kann der Mannschaft ein kleines Lob aussprechen. Die Jungs gaben Gas und nicht unverdient machen wir die zwei Tore, sodass wir mit dem Unentschieden leben können", sagte Interimstrainer Khvicha Shubitidze.

Bär (90.+3.) sogar noch mit der riesigen Chance auf das 3:2, was laut "Shubi" aber zu viel des Guten gewesen wäre, wenngleich der Interimscoach mit leichtem Augenzwinkern aussprach, was man zu dieser Szene geneigt ist, zu sagen.

"Hoffentlich hebt er sich den auf und macht ihn in Chemnitz rein. Dort zu gewinnen, ist für uns wichtiger."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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