Aue - Von der Übergangs- zur Dauerlösung? Als Steffen Ziffert (61) im Dezember zu Erzgebirge Aue zurückgekehrt war, sprach man von einer Übergangslösung, um die Zeit zwischen dem Abgang von Ex-Sportchef Matthias Heidrich (48) und dem Amtsantritt des mittlerweile ebenfalls geschassten Michael Tarnat (56) zu überbrücken. Anfang April wurde Ziffert zunächst zum Chefscout gemacht.
Nach Tarnats Abgang wurde die Kaderplanung zwischen dem 61-Jährigen und Sportvorstand Jens Haustein (58) aufgeteilt.
Doch was passiert, wenn der Kader für die kommende Regionalliga-Saison geplant ist.
"Ich werde in dieser Funktion weiter im Verein arbeiten - eng mit dem Trainer [Khvicha Shubitidze, Anm. d. Red.] und Sportvorstand Jens Haustein. Diese Rolle ist mir zugedacht. Eigentlich war es anders, denn ich sollte die Scoutingabteilung mit aufbauen. Auch da werde ich meine Erfahrung mit einbringen", erklärte Ziffert kürzlich bei "MagentaSport".
Aue würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem es Scouting und Kaderplanung in dieselben Hände legt und obendrein die Stelle des Sportdirektors "einsparen", was bei einem im Vergleich zur 3. Liga geringeren Etat auch nicht außer Acht zu lassen ist.
Steffen Ziffert über Aue-Keeper Martin Männel: "Ich kann mir vorstellen, dass er im Verein bleibt"
Ziffert traut sich zu, den großen Umbruch, der den Veilchen bevorsteht, entsprechend umzusetzen: "Eine ähnliche Aufgabe hatte ich 2015/16, als wir aus der 2. Liga abgestiegen, eine komplett neue Mannschaft aufgebaut haben und sofort wieder aufgestiegen sind."
Damals nahmen allerdings auch Trainer Pavel Dotchev (60) und Präsident Helge Leonhardt (67) wesentlichen Einfluss auf die sportlichen Geschicke.
Und auch Martin Männel (38) hatte als Eckpfeiler der seinerzeit besten Drittliga-Defensive eine gehörige Aktie am Wiederaufstieg.
Wie Aue mit dem Routinier plant, ist noch offen. Ziffert: "Die Aufgabe, die er im Verein übernehmen kann - eine sportliche Aufgabe - ist ihm zugeteilt. Ich kann mir vorstellen, dass er im Verein bleibt."
Tabelle 3. Liga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
VfL Osnabrück | 38 | 66:34 | 80 | |
| 2 |
|
FC Energie Cottbus | 38 | 72:51 | 72 | |
| 3 |
|
Rot-Weiss Essen | 38 | 78:66 | 70 | |
| 4 |
|
MSV Duisburg | 38 | 66:49 | 68 | |
| 5 |
|
FC Hansa Rostock | 38 | 74:49 | 67 | |
| 6 |
|
SC Verl | 38 | 82:48 | 64 | |
| 7 |
|
Alemannia Aachen | 38 | 76:57 | 64 | |
| 8 |
|
TSV 1860 München | 38 | 54:53 | 56 | |
| 9 |
|
SV Wehen Wiesbaden | 38 | 54:52 | 53 | |
| 10 |
|
SV Waldhof Mannheim | 38 | 59:72 | 52 | |
| 11 |
|
Viktoria Köln | 38 | 51:53 | 51 | |
| 12 |
|
FC Ingolstadt 04 | 38 | 65:56 | 49 | |
| 13 |
|
SSV Jahn Regensburg | 38 | 54:58 | 49 | |
| 14 |
|
VfB Stuttgart II | 38 | 57:69 | 46 | |
| 15 |
|
1. FC Saarbrücken | 38 | 51:57 | 44 | |
| 16 |
|
TSG 1899 Hoffenheim II | 38 | 65:71 | 43 | |
| 17 |
|
TSV Havelse | 38 | 57:89 | 35 | |
| 18 |
|
FC Erzgebirge Aue | 38 | 51:70 | 34 | |
| 19 |
|
SSV Ulm 1846 | 38 | 49:78 | 33 | |
| 20 |
|
1. FC Schweinfurt 05 | 38 | 38:87 | 21 | |
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.