Ein Sieg, der nichts bringt? Aue-Torschütze Guttau: "Im Endeffekt sieht man, was die Mannschaft kann"

Aue - "Die erste Halbzeit war wie der rote Faden, der sich durch die Saison zieht - viel zu wenig von uns. Wir bekommen keinen Zugriff und zu einfache Tore, was in der Liga immer bestraft wird. Wir haben uns zur Pause einiges vorgenommen, sind vorne direkt Mann auf Mann draufgegangen, was viel besser funktioniert hat, und im Endeffekt sieht man, was die Mannschaft kann", sagte Julian Guttau (26) zu Erzgebirge Aues wildem 5:3 (1:3) bei den Schanzern.

Julian Guttau (26, r.) trifft zum dritten Mal gegen Ingolstadt.  © Picture Point / Sven Sonntag

Hinten pfui, vorne hui. Leider zu spät, um den Abstieg noch abzuwenden. "Wir haben es viel zu spät auf den Platz gebracht. Natürlich schön für jeden Einzelnen, aber das bringt dem Verein nichts", sagte Dreierpacker Guttau.

Man mag gewillt sein, dem zuzustimmen. Aber vielleicht bringt es den Veilchen doch etwas ein. Und zwar, wenn sie eine ähnliche Performance wie in der zweiten Halbzeit im Audi-Sportpark im Sachsenpokal-Finale gegen Zwickau hinlegen. Das würde die Fans versöhnen und mit dem DFB-Pokal-Einzug wichtige Zusatzeinnahmen generieren.

Agiert Lila-Weiß dagegen wie vor der Pause, nutzen Zwickaus Cemal Sezer (30), Lukas Eixler (22) und Co. diese Schwächen aus.

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Aue wandelt zwischen den Welten. In der Liga geht es um nichts mehr, im Pokal um alles. "Wenn's läuft und du im Flow bist, gelingt alles. Wenn nicht, dann sieht es oft aus wie bei uns in der Saison", so Guttau.

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Erzgebirge Aue will den Pokal für die Fans holen

Sieben Tore schoss der lange Zeit verletzte Julian Guttau (26) - drei davon am Sonntag in Ingolstadt.  © Picture Point / Sven Sonntag

Das Erfolgserlebnis von Sonntagabend, obwohl es tabellarisch nichts bringt, ordnete der Mittelfeldspieler als wichtig für die Köpfe gut ein.

Jetzt noch der Drittliga-Abschied mit dem letzten Heimspiel gegen Duisburg und dem Saison-Halali in Schweinfurt und dann wartet der FSV.

Guttau: "Die beiden Ligaspiele werden eklig genug. Für Duisburg geht es im Aufstieg noch um etwas, während wir unseren Fans zu Hause noch etwas zurückgeben wollen. Und dann wartet das wichtigste Spiel für uns alle. Wir wollen in Zwickau gewinnen und den Pokal mitnehmen, damit die Fans zumindest ein bisschen zurückbekommen."

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 36 61:30 76
2 FC Energie Cottbus 36 69:50 66
3 MSV Duisburg 36 65:48 66
4 Rot-Weiss Essen 36 74:64 64
5 SC Verl 36 79:47 61
6 FC Hansa Rostock 36 65:43 61
7 Alemannia Aachen 36 67:56 58
8 TSV 1860 München 36 53:48 56
9 SV Wehen Wiesbaden 36 51:50 50
10 Viktoria Köln 36 50:49 50
11 SSV Jahn Regensburg 36 54:56 49
12 SV Waldhof Mannheim 36 57:67 49
13 VfB Stuttgart II 36 51:60 46
14 1. FC Saarbrücken 36 46:50 44
15 FC Ingolstadt 04 36 58:54 43
16 TSG 1899 Hoffenheim II 36 62:67 40
17 TSV Havelse 36 53:81 32
18 SSV Ulm 1846 36 46:74 32
19 FC Erzgebirge Aue 36 47:68 30
20 1. FC Schweinfurt 05 36 34:80 21

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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