Erzgebirge Aue: Deshalb ist Maciejewski jetzt ein Veilchen
Aue-Bad Schlema - "Die Gespräche mit den Verantwortlichen" bewogen Tim Maciejewski (25) zum Wechsel ins Erzgebirge, wie er TAG24 diese Woche verriet. Auch andere Regionalligisten waren hinter dem 25-Jährigen her oder bekundeten Interesse.
So zum Beispiel der FSV Zwickau. Aue erhielt den Zuschlag und sicherte sich die Dienste des bei Union Berlin ausgebildeten offensiven Mittelfeldspieler, der bereits in der 1. Bundesliga kurz Staub gewischt hat.
"Aue hat sich relativ früh bei mir gemeldet. Ich kenne den Verein schon länger durch die 3. Liga", so Maciejewski, der 2023/24 und 24/25 mit Sandhausen auf die Veilchen traf und nur Gutes zu berichten weiß.
"Ich finde die Bedingungen top. Das ist ein sehr ambitionierter Verein!" Dieser Umstand dürfte Lila-Weiß zum "roten Tuch" für jeden Gegner machen.
Wenn es gegen den langjährigen Zweitligisten geht, der vor der Saison einen für Regionalligaverhältnisse extrem ambitionierten Etat von zehn Millionen Euro ausrief, wird jeder Konkurrent automatisch noch ein paar Prozente mehr abrufen, um es ihnen zu zeigen.
Letzte Saison spielte Maciejewski für Luckenwalde, erzielte dort in 34 Spielen sieben Buden und legte sieben weitere auf. Sein Ex-Klub dürfte genau einer dieser Klubs sein, der gegen Aue 110 Prozent geben wird.
Aue in Favoritenrolle
"Ich glaube, jeder Verein wird motiviert sein. Aber in dieser Liga ist jedes Spiel an sich schwer, sodass man selbst immer 100 Prozent abrufen und jedes Spiel gleich angehen muss. Die anderen Mannschaften werden auf jeden Fall motiviert sein", weiß Maciejewski, was den Schacht erwartet.
Apropos Erwartung - oder besser Erwartungshaltung: Aue wird als Absteiger mit besagtem Etat automatisch in die Favoritenrolle gepresst werden.
Aus 16 Neuzugängen eine Einheit zu formen, die von Spieltag eins an performt, ist eine Aufgabe.
Maciejewski übers Speeddating im Trainingslager in Roudnice nad Labem: "Wir versuchen, beim Essen durchzumischen, damit jeder mit jedem mal zusammensitzt und wir uns alle besser kennenlernen."
Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

