Aue - Die Fans durften abstimmen und haben einen bunten Mix aus den vergangenen acht Jahrzehnten zum 80. Geburtstag des FC Erzgebirge in ihre Legenden-Elf gewählt. Aus dem aktuellen Kader ist einer dabei: Torhüter Martin Männel (37).
Auch wenn er sich nach dem 1:2 bei 1860 München Kritik weit unterhalb der Gürtellinie - teilweise eine echt beschämende Wortwahl mancher Leute - in den sozialen Netzwerken anhören musste, sie haben ihn gewählt.
Männel setzte sich unter anderem gegen zwei weitere Legenden im Auer Tor durch - Jörg Weißflog (69) und Uli Ebert (†57).
Gewählt werden durfte, wer mindestens 100 Punktspiele für den FCE oder seine Vorgänger absolviert hat. Aus diesem Grund stand zum Beispiel Pascal Testroet (35) gar nicht zur Wahl. Er hat es in seinen drei Jahren im Gebirge auf 95 geschafft - eine Ausnahme wollte man für ihn nicht machen.
Neben Männel haben es noch Tomasz Kos (51), Volker Schmidt (68), Jörg Emmerich (51), Jan Hochscheidt (38), Holger Erler (75), Dimitrij Nazarov (35), Skerdilaid Curri (50), Willy Tröger (†75), Harald Mothes (69) und Jürgen Escher (74) geschafft - ein bunter Mix eben, und alle stehen völlig verdient dort.
Einige Überraschungen bei der besten Elf der 80 Jahre
Der Legenden-Trainer war trotz eines Karl Dittes (†84), eines Hans-Ullrich Thomale (81), eines Pavel Dotchev (60) oder eines Rico Schmitt (57) klar wie Kloßbrühe: Gerd Schädlich (†69). Ehre, wem Ehre gebührt. Er hat Aue zu neuen Ufern geführt. Er ist unvergessen im Lößnitztal.
Dennoch gibt es einige Überraschungen bei der besten Elf der 80 Jahre. Stürmer-Denkmal Andrzej Juskowiak (55) - was extrem verwundert - fehlt genauso wie René Klingbeil (44) oder Thomas Paulus (43). Das Trio genießt noch immer hohes Ansehen im Verein.
Auch Manfred Kaiser (†88) fehlt, ihn hätten gerade die Ältesten auch gern in der Legnden-Elf gesehen.
Er war immerhin in den 50er Jahren in der erfolgreichsten Zeit dreimal DDR-Meister mit Aue und FDGB-Pokalsieger.