Heimspiel gegen Osnabrück: Vorne trifft Bär, aber ist Aue hinten ganz dicht?

Aue - Erster Sieg im vierten Anlauf? Christoph Dabrowski (47) sprach vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den VfL Osnabrück schonungslos an, was besser werden muss, damit Erzgebirge Aue im vierten Spiel unter dem neuen Coach den ersten Rückrundensieg einfährt.

Christoph Dabrowski (47) wartet auf seinen ersten Sieg als FCE-Coach.
Christoph Dabrowski (47) wartet auf seinen ersten Sieg als FCE-Coach.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Die zwei Standardgegentore gegen Cottbus haben mich kolossal geärgert. Das habe ich der Mannschaft gegenüber in der Nachbereitung zum Ausdruck gebracht, weil das spielentscheidende Situationen sind, wo wir uns um den Lohn unserer harten Arbeit bringen", grantelte Dabrowski noch immer mit dem späten 1:2 gegen Energie.

Er hatte die Veilchen nach dem katastrophalen Jahresauftakt (drei Niederlagen in Serie) von Jens Härtel (56) übernommen und etwas stabilisiert bekommen. Die zwei Remis gegen Saarbrücken und Viktoria Köln waren ein Anfang.

Dann kam es zum Ostderby, wo sich haargenau das einmal mehr bewahrheitete, was sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht und Dabrowski richtigerweise bei seiner Vorstellung Anfang Februar auch angeführt hatte: Aue ist hinten bei Standards nicht ganz dicht.

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Gegen Saarbrücken und Köln war man da stabiler, jetzt gegen Energie weniger - mit zwei Gegentoren als Folge.

Das späte Gegentor im Ostduell mit Cottbus war nicht nur ärgerlich, sondern kostete Aue auch einen durchaus verdienten Punkt.
Das späte Gegentor im Ostduell mit Cottbus war nicht nur ärgerlich, sondern kostete Aue auch einen durchaus verdienten Punkt.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Offensive Qualität in Aue vorhanden, nur wird sie zu selten abgerufen

Das 1:0 von Marcel Bär (33) gegen Cottbus war wie gemalt. Offensiv geht bei den Veilchen also oft etwas, für einen Sieg hat es in diesem Jahr aber noch nicht gereicht.
Das 1:0 von Marcel Bär (33) gegen Cottbus war wie gemalt. Offensiv geht bei den Veilchen also oft etwas, für einen Sieg hat es in diesem Jahr aber noch nicht gereicht.  © Frank Kruczynski

"Das hat mit der Aufmerksamkeitsbereitschaft zu tun. Wir haben in der Ausgangssituation einen ruhenden Ball, wo keine Dynamik herrscht. Da müssen wir uns gegenseitig scharfmachen, wenn es darum geht, den Ball zu erwarten. Aber dann auch das volle Bewusstsein gegen den Mann in der eigenen Box haben und es entsprechend verteidigen", erklärt Dabrowski.

Genau diesen Ansatz habe er seiner Mannschaft auch noch mal eingetrichtert, damit es gegen den VfL erkennbare Fortschritte gibt und es endlich mit dem ersten Sieg klappt.

Dass offensive Qualität vorhanden ist, wenngleich sie bislang zu selten abgerufen wurde, zeigte die Entstehung zum 1:0 gegen Cottbus, als Aue das Spiel von hinten sauber aufbaute und dann im One-Touch-Stil zum Erfolg kam.

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Dabrowski geriet darüber noch mal ins Schwärmen: "Die positiven Aspekte ziehen wir raus und bestärken die Spieler. Wenn wir es schaffen, nicht nur eine oder zwei Aktionen dieser Qualität pro Halbzeit auf den Platz zu bringen, schießen wir vielleicht mehr Tore - und optimalerweise eins mehr als der Gegner."

Titelfoto: Bildmontage: Frank Kruczynski, PICTURE POINT / S. Sonntag

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