Aue - Erster Sieg im vierten Anlauf? Christoph Dabrowski (47) sprach vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den VfL Osnabrück schonungslos an, was besser werden muss, damit Erzgebirge Aue im vierten Spiel unter dem neuen Coach den ersten Rückrundensieg einfährt.
"Die zwei Standardgegentore gegen Cottbus haben mich kolossal geärgert. Das habe ich der Mannschaft gegenüber in der Nachbereitung zum Ausdruck gebracht, weil das spielentscheidende Situationen sind, wo wir uns um den Lohn unserer harten Arbeit bringen", grantelte Dabrowski noch immer mit dem späten 1:2 gegen Energie.
Er hatte die Veilchen nach dem katastrophalen Jahresauftakt (drei Niederlagen in Serie) von Jens Härtel (56) übernommen und etwas stabilisiert bekommen. Die zwei Remis gegen Saarbrücken und Viktoria Köln waren ein Anfang.
Dann kam es zum Ostderby, wo sich haargenau das einmal mehr bewahrheitete, was sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht und Dabrowski richtigerweise bei seiner Vorstellung Anfang Februar auch angeführt hatte: Aue ist hinten bei Standards nicht ganz dicht.
Gegen Saarbrücken und Köln war man da stabiler, jetzt gegen Energie weniger - mit zwei Gegentoren als Folge.
Offensive Qualität in Aue vorhanden, nur wird sie zu selten abgerufen
"Das hat mit der Aufmerksamkeitsbereitschaft zu tun. Wir haben in der Ausgangssituation einen ruhenden Ball, wo keine Dynamik herrscht. Da müssen wir uns gegenseitig scharfmachen, wenn es darum geht, den Ball zu erwarten. Aber dann auch das volle Bewusstsein gegen den Mann in der eigenen Box haben und es entsprechend verteidigen", erklärt Dabrowski.
Genau diesen Ansatz habe er seiner Mannschaft auch noch mal eingetrichtert, damit es gegen den VfL erkennbare Fortschritte gibt und es endlich mit dem ersten Sieg klappt.
Dass offensive Qualität vorhanden ist, wenngleich sie bislang zu selten abgerufen wurde, zeigte die Entstehung zum 1:0 gegen Cottbus, als Aue das Spiel von hinten sauber aufbaute und dann im One-Touch-Stil zum Erfolg kam.
Dabrowski geriet darüber noch mal ins Schwärmen: "Die positiven Aspekte ziehen wir raus und bestärken die Spieler. Wenn wir es schaffen, nicht nur eine oder zwei Aktionen dieser Qualität pro Halbzeit auf den Platz zu bringen, schießen wir vielleicht mehr Tore - und optimalerweise eins mehr als der Gegner."
Tabelle 3. Liga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Energie Cottbus | 25 | 51:38 | 48 | |
| 2 |
|
MSV Duisburg | 25 | 46:32 | 46 | |
| 3 |
|
VfL Osnabrück | 25 | 38:24 | 46 | |
| 4 |
|
SC Verl | 25 | 60:38 | 44 | |
| 5 |
|
Rot-Weiss Essen | 25 | 48:41 | 43 | |
| 6 |
|
TSV 1860 München | 26 | 42:36 | 42 | |
| 7 |
|
SV Wehen Wiesbaden | 25 | 38:28 | 41 | |
| 8 |
|
FC Hansa Rostock | 25 | 41:28 | 40 | |
| 9 |
|
FC Ingolstadt 04 | 25 | 44:34 | 36 | |
| 10 |
|
SV Waldhof Mannheim | 25 | 41:46 | 36 | |
| 11 |
|
Viktoria Köln | 25 | 36:33 | 35 | |
| 12 |
|
VfB Stuttgart II | 25 | 32:40 | 35 | |
| 13 |
|
TSG 1899 Hoffenheim II | 26 | 48:47 | 32 | |
| 14 |
|
Alemannia Aachen | 25 | 42:46 | 32 | |
| 15 |
|
SSV Jahn Regensburg | 25 | 33:38 | 31 | |
| 16 |
|
1. FC Saarbrücken | 25 | 33:36 | 28 | |
| 17 |
|
FC Erzgebirge Aue | 25 | 28:40 | 24 | |
| 18 |
|
SSV Ulm 1846 | 25 | 33:51 | 23 | |
| 19 |
|
TSV Havelse | 25 | 35:55 | 19 | |
| 20 |
|
1. FC Schweinfurt 05 | 25 | 21:59 | 10 | |
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.