So verteidigt ein Absteiger! Aue verliert nach katastrophalen Abwehr-Schnitzern gegen VfL

Aue-Bad Schlema - So verteidigt ein Absteiger! Erzgebirge Aue taumelt nach dem 1:3 (1:1) gegen den VfL Osnabrück der Regionalliga entgegen. Zu Beginn der fast schon vorentscheidenden englischen Woche zeigte die Elf von Christoph Dabrowski in der Defensive erneut eklatante Schwächen.

Der Treffer zum 1:3 für Osnabrück.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

Dabei zog man zuvor noch alle Register, wechselte sogar die Trainerbank. Statt wie üblich links der Mittellinie nahmen das Trainerteam und die Reservespieler rechts davon und damit näher an der Fankurve Platz.

Ein Wachrüttler? Eher nicht, denn gleich zu Beginn brannte es im Auer Strafraum! Fridolin Wagner rechts am Sechzehner mit flachem Zuspiel auf Ismail Badjie, der den Ball nicht verwerten konnte und stattdessen durchließ zu Frederik Christensen (4.), der sich dann eigentlich die Ecke aussuchen konnte, aus zehn Metern aber zentral auf Martin Männel schoss.

Die Dabrowski-Elf spielte schon früh mit dem Feuer und kam zudem gegen das frühe Pressing der Gäste kaum zur Entlastung.

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TAG24 warf vor dem Spiel die provokante Frage auf: "Ist Aue hinten ganz dicht?" Die Antwort gab es in der 17. Spielminute. Weiter Schlag von Christensen, der eigentlich völlig leicht für Tristan Zobel zu klären gewesen wäre. Doch er ließ sich wohl von Mitspieler Ryan Malone irritieren. Dieses "Nimm du, ich hab ihn sicher", ist im Fußball oft der Anfang einer jeden Katastrophe. So auch hier. Badjie brauchte nur noch Männel zu umspielen - 0:1.

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Julian Günther-Schmidt trifft zum Ausgleich 1:1.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

Aussetzer haben System

Der Auer Julian Günther-Schmidt im Zweikampf mit Fridolin Wagner von Osnabrück.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

Diese Aussetzer hinten drin haben mittlerweile System und brechen Aue über kurz oder lang das Genick, weil sie eine ohnehin schon nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzende Mannschaft zusätzlich verunsichern.

Zumal nach vorne nur ganz, ganz wenig gelang. Der Ausgleich durch Julian Günther-Schmidt (42.) auf Vorlage der bis dato äußerst blassen Marvin Stefaniak und Jannic Ehlers fiel quasi aus dem Nichts.

Immerhin machte das etwas mit dem Spiel und insbesondere dem Auftreten der Veilchen, die nach dem Seitenwechsel besser drin waren und zumindest mal an einem Zähler schnupperten.

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Hätte sich nicht wieder einmal bewahrheitet, dass man eben hinten wirklich nicht ganz dicht ist. Ein eigentlich harmloser Einwurf im Halbfeld wurde nicht zugestellt, sodass Lars Kehl die Flanke an den Fünfer bringen konnte. Zobel zog den Kopf ein und so kam die Eingabe zu Tony Lesueur (73.), der die Gäste wieder in Front brachte, weil auch Jamilu Collins zu spät kam..

Ein erneuter Einwurf, diesmal Höhe der Mittellinie, brachte die Vorentscheidung. Aue, bei Stefaniak angefangen, über Eric Uhlmann bis zu Zobel und Jamilu Collins immer den einen Augenblick zu spät am Gegner und in der Rückwärtsbewegung viel zu pomadig. Robin Meißner (76.) ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und stellte auf 1:3.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 26 41:25 49
2 FC Energie Cottbus 26 51:38 49
3 MSV Duisburg 25 46:32 46
4 SC Verl 26 60:38 45
5 SV Wehen Wiesbaden 26 40:29 44
6 FC Hansa Rostock 26 44:30 43
7 Rot-Weiss Essen 26 50:44 43
8 TSV 1860 München 26 42:36 42
9 Viktoria Köln 26 38:33 38
10 FC Ingolstadt 04 26 45:36 36
11 SV Waldhof Mannheim 25 41:46 36
12 VfB Stuttgart II 26 32:42 35
13 TSG 1899 Hoffenheim II 26 48:47 32
14 Alemannia Aachen 25 42:46 32
15 SSV Jahn Regensburg 26 34:39 32
16 1. FC Saarbrücken 25 33:36 28
17 FC Erzgebirge Aue 26 29:43 24
18 SSV Ulm 1846 26 34:52 24
19 TSV Havelse 25 35:55 19
20 1. FC Schweinfurt 05 25 21:59 10

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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