"Tiffert im Schacht? Das passt!": Kommentar zur Trainerfrage in Aue

Aue - Macht die Vereinsführung des FC Erzgebirge beim Neustart Regionalliga endlich mal etwas richtig? Als ich erstmals den Namen Christian Tiffert (44) als möglichen neuen Trainer hörte, dachte ich mir so: "Jawohl, perfekt!"

Bereits als Spieler half Christian Tiffert (44) den Auern bei einem Aufstieg: Mit ihm kehrten sie 2016 zurück in die 2. Liga.  © picture point/Sven Sonntag

Der Grund dafür liegt in der Saison 2015/16. Tiffert kam im August 2015 nach Aue. Er nahm als Routinier mit seiner Ruhe, seinem Können und seiner Fähigkeit, ein Team auf dem Feld zu leiten, die jungen Wilden um Simon Skarlatidis (34), Simon Handle (33) oder Steve Breitkreuz (34) an die Hand.

Mit ihm als "Spiritus Rektor" entwickelte sich ein Team, das sofort wieder in die 2. Bundesliga zurückkehrte und den Grundstein für weitere fünf erfolgreiche Jahre bis 2021 legte. Ohne Tiffert wäre das, meiner Meinung nach, nicht möglich gewesen.

Tiffert war ein Name in Fußball-Deutschland, er bestritt 252 Bundesligaspiele und war Vizemeister mit dem VfB Stuttgart. Doch das ließ er nie raushängen.

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Er war der, mit dem man gern auch einen Kaffee getrunken hätte. Freundlich, sympathisch, in sich ruhend, aber kraftvoll und unnachgiebig auf dem Feld.

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TAG24-Sportredakteur Thomas Nahrendorf sieht in Christian Tiffert (44) einen geeigneten Kandidaten für den Trainerposten in Aue.  © Steffen Fuessel

Ex-Bundesligist Christian ist ruhig - zu ruhig?

Christian Tiffert (44) würde Ruhe ins Lößnitztal bringen.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Tiffi" war nie ein Schwätzer, kein Mann der Parolen. Aber sein Wort hatte Gewicht. Er war dreieinhalb Jahre der Leader, zog die Strippen auf dem Feld und daneben. Das wissen die Fans bis heute zu schätzen.

Viele werfen ihm vor, zu ruhig zu sein. Doch genau das sollte dem Verein jetzt helfen. Aufregend war es in den letzten Jahren genug. Aue braucht einen, der nicht nervös wird, der stets sachlich bleibt. Und der entwickeln kann.

Und wer noch ein Beispiel braucht, dass Ruhe hilfreich sein kann, bitte schön. Relegation 2018 gegen Karlsruhe: 21 Akteure rannten wie wild mit Puls 180 über den Rasen. Tiffert, damals als Abwehrchef, nicht.

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Er hatte alles im Griff in diesen unvergesslichen 180 Minuten. Er kann neue solcher Momente schaffen. Auch wenn es Zeit brauchen wird.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 36 61:30 76
2 FC Energie Cottbus 36 69:50 66
3 MSV Duisburg 36 65:48 66
4 Rot-Weiss Essen 36 74:64 64
5 SC Verl 36 79:47 61
6 FC Hansa Rostock 36 65:43 61
7 Alemannia Aachen 36 67:56 58
8 TSV 1860 München 36 53:48 56
9 SV Wehen Wiesbaden 36 51:50 50
10 Viktoria Köln 36 50:49 50
11 SSV Jahn Regensburg 36 54:56 49
12 SV Waldhof Mannheim 36 57:67 49
13 VfB Stuttgart II 36 51:60 46
14 1. FC Saarbrücken 36 46:50 44
15 FC Ingolstadt 04 36 58:54 43
16 TSG 1899 Hoffenheim II 36 62:67 40
17 TSV Havelse 36 53:81 32
18 SSV Ulm 1846 36 46:74 32
19 FC Erzgebirge Aue 36 47:68 30
20 1. FC Schweinfurt 05 36 34:80 21

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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