Zwei Abseitstore: Aue entführt Punkt beim Spitzenreiter

Regensburg - Erzgebirge Aue kehrt mit einem Zähler vom schweren Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg zurück! Vor 11.671 Zuschauern trennen sich beide Teams 0:0.

Gegen Dresden traf Marcel Bär (r.) noch zum 1:0, am Samstag blieb er ohne Tor.
Gegen Dresden traf Marcel Bär (r.) noch zum 1:0, am Samstag blieb er ohne Tor.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

FCE-Coach Pavel Dotchev vollzog die erwarteten Wechsel und brachte Sean Seitz und Franco Schädlich für die gesperrten Omar Sijaric sowie Tim Danhof. Damit verzichtete er auf größere Umstellungen in der Viererkette, was sich als folgerichtig erwies, denn die Abwehr hielt dem Spitzenreiter stand.

Dabei war allen voran Noah Ganaus ein ständiger Unruheherd, der mit zunehmender Spieldauer in der ersten Halbzeit bei Erik Majetschak gut aufgehoben war.

Doch auch die Hausherren standen stabil. Kilian Jakob (17.) tankte sich zwar von links durch, wollte es im Strafraum dann aber zu kompliziert machen, sodass ihn die Verteidigung gestellt bekam.

Aue-Sportchef Heidrich warnt vor taktisch sehr variabler Mannschaft!
FC Erzgebirge Aue Aue-Sportchef Heidrich warnt vor taktisch sehr variabler Mannschaft!

Es folgte eine längere Drangphase des Jahn, die Aue vor Schwierigkeiten stellte. Konrad Faber zog seine Flanke nach innen zum großgewachsenen Ganaus (31.), der gegen Anthony Barylla mühelos zum Kopfball kam. Keeper Martin Männel pflückte die Kugel auf der Linie runter und stand gleich wieder im Brennpunkt.

Barylla (32.) wollte zu seinem Kapitän zurückgeben, doch ihm rutschte der Ball über den Schlappen und flog als Bogenlampe zu Männel, der ihn mit Ach und Krach übers eigene Tor köpfte (!).

Erzgebirge Aue nimmt einen Punkt mit nach Hause

Coach Pavel Dotchev pfiff seine Mannen zusammen.
Coach Pavel Dotchev pfiff seine Mannen zusammen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Als Ganaus (44.) im zweiten Anlauf nach eigener Ecke Männel überwand, kam sofort die Fahne - Abseits.

Obwohl die Partie größtenteils zwischen den Strafräumen stattfand, war es eine kurzweilige Angelegenheit. Der Jahn überließ den Gästen erstaunlich viel Ballbesitz, ohne dass irgendetwas anbrannte.

Die Veilchen wiederum verstanden es sehr gut die Standards zu verteidigen, wohlwissend, wie gefährlich die Enochs-Elf nach ruhenden Bällen ist.

Aue im Sachsenpokal-Finale! "Wir nehmen's, wie es kommt!"
FC Erzgebirge Aue Aue im Sachsenpokal-Finale! "Wir nehmen's, wie es kommt!"

Es war ein klassisches Geduldsspiel, bei dem Marcel Bär (68.) beinahe mal wieder den richtigen Riecher gehabt hätte. Ein abgewehrter Befreiungsschlag landete beim Torjäger, der nicht lange fackelte und das Leder denkbar knapp am langen Pfosten vorbeisetzte.

Was für eine Gelegenheit, in einem an sich chancenarmen zweiten Abschnitt. Aue wollte es nochmal wissen! Jakob (76.) zog nach Ecke von Marvin Stefaniak am zweiten Pfosten ab und zwang Alexander Weidinger zur Glanztat.

Für Regensburg kam Elias Huth kurz vor Ultimo in die Partie und hätte seinem Ex-Klub tatsächlich beinahe noch den einen Zähler entrissen, doch seinem Tor ging eine Abseitsstellung von Valdrin Mustafa (90.) voraus. So blieb es beim letztlich leistungsgerechten Remis.

Statistik zum Drittligaspiel zwischen Jahn Regensburg und Erzgebirge Aue

27. Spieltag

Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue 0:0

Jahn Regensburg: Weidinger - Faber, Ballas, L. Breunig, Saller - Geipl, Bulic - Bauer (72. Mustafa), Viet, Kother (87. E. Huth) - Ganaus

Erzgebirge Aue: Männel - Schädlich (90.+1 Ferjani), Barylla, Majetschak, Jakob - Schikora, Pepic - Stefaniak, Taschtschi, Seitz (66. Meuer) - Bär (84. Schwirten)

Schiedsrichter: Felix Weller (Neunkirchen)

Zuschauer: 11.671

Gelbe Karten: Viet (5), Geipl (10) / Seitz (5), Stefaniak (7)

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: