Wäre das Aus von 1860 München in der 3. Liga die Chance für Erzgebirge Aue?

München/Aue - Im beschaulichen Wattens staunten die Zuschauer des Regionalligaspiels der WSG Tirol Juniors gegen den SV Fügen im Mai vergangenen Jahres nicht schlecht, als plötzlich Musik-Ikone Phil Collins auf der Tribüne Platz nahm. Der heute 75-Jährige, einst legendärer Drummer bei Genesis, wollte seinem Sohn Mathew (21) zusehen.

Matthew Collins (21, r.) spielt derzeit in Österreich. Er soll im Sommer zu 1860 München wechseln.  © IMAGO/GEPA pictures

Möglicherweise sorgt Phil Collins künftig im Grünwalder Stadion in München für reichlich Glamourfaktor. Mathew Collins gilt als möglicher Zugang beim TSV 1860 - doch in welcher Liga der 21-Jährige dann spielen wird, ist offen. Dem deutschen Meister von 1966 droht der Absturz in die Regionalliga.

Bis Mittwoch um 17 Uhr müssen die Löwen mit einer Summe von 2,7 Millionen Euro ihre Liquidität beim DFB nachweisen. Noch ist nicht klar, ob der umstrittene Investor Hasan Ismaik (48) im Dauerzwist mit dem Mutterverein um Präsident Gernot Mang (57) einmal mehr bereit ist, die finanzielle Lücke zu schließen.

Sollte sich Ismaik weigern, müsste der angeschlagene Münchner Traditionsverein zum zweiten Mal nach 2017 den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten.

FC Erzgebirge Aue Erzgebirge Aue geht mit Abwehrspieler in die Regionalliga

Wie es dann weitergeht, weiß aktuell keiner. Angeblich besitzen nur acht Spieler aus dem Drittligakader auch Verträge für die Regionalliga.

Immerhin: Laut Bild würde Mathew Collins von Austria Salzburg aus der zweiten österreichischen Liga so oder so nach München wechseln. Der Mittelfeldspieler absolvierte bereits ein Probetraining in Giesing.

Anzeige

Bleibt der FC Erzgebirge Aue bei einem Löwen-Aus in der 3. Liga?

Kann Aue-Trainer Khvicha Shubitidze (51) sein Team in der kommenden Saison doch in der 3. Liga trainieren?  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

Auch in Aue wird man den Mittwoch mit Spannung verfolgen. Bekäme 1860 keine Lizenz, würde der 17. der Tabelle nachrücken. Das wäre der TSV Havelse. Doch der hat ein Stadionproblem.

Das eigene ist zu klein, der Nutzungsvertrag mit dem Eilenriedstadion, wo Havelse in der Vorsaison spielte, ist abgelaufen. Heißt: Der TSV hat kein Drittliga-Stadion und sei wohl nach TAG24-Informationen auch gar nicht so erpicht darauf, weiter in der 3. Liga zu spielen. Auch wegen zu hoher Kosten.

Der zweite Nachrücker wäre eben der FC Erzgebirge, der kein Stadionproblem hat und den Platz mit großer Sicherheit auch einnehmen würde. Doch bevor sich die Verantwortlichen mit diesem Geschenk auseinandersetzen setzen müssen, werden sie die Entscheidung rund um 1860 abwarten.

FC Erzgebirge Aue Der FC Erzgebirge Aue und die "bösen Medien"

Und vielleicht läuft dazu ein großer Hit von Collins: "Against all odds" - gegen jede Chance.

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: