"Wohnen, wo man arbeitet": Neuer Aue-Trainer Rost zieht mit ganzer Familie ins Erzgebirge

Aue - Timo Rost (43), FC Erzgebirge Aues neuer Trainer, wird in den nächsten Tagen in die Stadt ziehen - mit seiner Frau Saskia und Sohnemann Fabio. "Sofern sich meine Frau in den nächsten zwei Wochen nicht von mir trennt, hat sie das vor", antwortete er laut lachend auf die Frage, ob denn die Familie mit ins Erzgebirge kommt.

Timo Rost (43) wird in den nächsten Wochen mit seiner Familie nach Aue ziehen.
Timo Rost (43) wird in den nächsten Wochen mit seiner Familie nach Aue ziehen.  © picture point/Sven Sonntag

Fabio spielt derzeit noch bei den B-Junioren der SpVgg Greuther Fürth. Er wird also auch mit ins Lößnitztal wechseln.

Ein Trainer mit der ganzen Familie in Aue - das ist ein Novum. Viele Trainer buchten sich im Hotel ein oder wohnten etliche Kilometer vom Stadion entfernt. Für Rost eine Selbstverständlichkeit, eine Frage der Identifikation.

"Ich erwarte das auch von meinen Spielern. Es kann nicht sein, dass Kicker irgendwo in Leipzig wohnen und den Verein Aue nicht leben", erklärte er. "Für mich ist es wichtig, in einem Umkreis von 25 bis 30 Kilometern zu wohnen, wo man arbeitet."

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Da ist sicher viel Wahres dabei, zumal kurze Wege immer besser sind. Aber für Kicker wie Martin Männel (wohnt in Chemnitz), Clemens Fandrich, Ben Zolinski, Erik Majetschak (alle Leipzig), Florian Ballas und Sören Gonther (beide Dresden) ist das eine verbale Klatsche. Auch sie leben den Verein - oder haben ihn gelebt. Von daher dürften den Spielern diese Aussagen sicher aufgestoßen sein.

Rost wird damit leben müssen, dass Männel als zweifacher Familienvater seinen Lebensmittelpunkt nicht von Chemnitz nach Aue verlegen wird. Ob der Trainer aber Majetschak auffordern wird, aus seiner Heimatstadt ins Erzgebirge zu ziehen, bleibt abzuwarten. Seine Aussage lässt bei den anderen, ab 1. Juli vertragslosen Spielern viel Interpretationsspielraum. Klingt nicht danach, als wolle er in Zukunft mit Gonther und Fandrich planen. Ballas und Zolinski wird er auf der anderen Seite aus finanzieller Sicht nicht halten können.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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