Zu Hause hui, auswärts pfui: Aue verspielt Aufstieg in fremden Stadien

Aue - Der Gesichtsausdruck von Pavel Dotchev (58) sprach Bände, als er direkt nach dem 2:2 bei Borussia Dortmund II. mit dem 5:3 von Preußen Münster aus dem Parallelspiel konfrontiert wurde. Die leise Aufstiegshoffnung, sie muss spätestens jetzt, bei acht Zählern Rückstand auf Platz drei und der deutlich schlechteren Tordifferenz, begraben werden und der FC Erzgebirge Aue im nächsten Spieljahr von Neuem angreifen.

Nach oben, wie es Pavel Dotchev (58) anzeigt, geht es nicht mehr für Aue. Die letzte Hoffnung wurde in Dortmund verspielt.
Nach oben, wie es Pavel Dotchev (58) anzeigt, geht es nicht mehr für Aue. Die letzte Hoffnung wurde in Dortmund verspielt.  © picture point/Sven Sonntag

Zu Hause hui, auswärts pfui. Verspielt wurde der mögliche Aufstieg in fremden Stadien - unabhängig davon, dass man diese Saison eigentlich erst mal nur Anlauf nehmen wollte, um nächste Saison voll anzugreifen.

Seit Mitte Februar hat Aue auswärts nicht mehr gewonnen, weil man, wie Dortmund oftmals auch, zu fehlerbehaftet agiert. "Wir haben uns relativ schwergetan ins Spiel zu kommen und geraten folgerichtig in Rückstand", schätzte Erik Majetschak (24) hinterher ein.

Seinem Last-Last-Minute-Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit war es zu verdanken, dass die Veilchen einen Zähler aus der altehrwürdigen Roten Erde mitnahmen.

In Aue ist noch nicht Schluss: Özkan nicht der letzte Neuzugang
FC Erzgebirge Aue In Aue ist noch nicht Schluss: Özkan nicht der letzte Neuzugang

"Nach dem 0:1 kamen wir besser ins Spiel und verdient zum Ausgleich", ging Majetschak auf das 1:1 durch Mirnes Pepic (28) ein. Dortmund hätte danach die neuerliche Führung als Geschenk mit einem schönen Schleifchen drum präsentiert bekommen, denn der Strafstoß nach vermeintlichen Foul von Niko Vukancic (22) an Julian Hettwer (20) war extrem schmeichelhaft.

Er blieb allerdings folgenlos, weil Franz Roggow (21) Nerven zeigte und rechts vorbeischoss.

Der Ausgleich zum 2:2 in letzter Sekunde: Sogar Keeper Martin Männel (36, l.) war mit aufgerückt, verpasste aber den Ball. Erik Majetschak (24) - von Joshua Schwirten (22) verdeckt - dafür nicht, er köpfte ein.
Der Ausgleich zum 2:2 in letzter Sekunde: Sogar Keeper Martin Männel (36, l.) war mit aufgerückt, verpasste aber den Ball. Erik Majetschak (24) - von Joshua Schwirten (22) verdeckt - dafür nicht, er köpfte ein.  © picture point/Sven Sonntag

Erzgebirge Aues Spieler Erik Majetschak: "Wir machen nach dem Ausgleich zu einfache Fehler"

Der Dank nach dem Spiel galt den Fans, die den langen Weg ins Stadion Rote Erde auf sich genommen hatten.
Der Dank nach dem Spiel galt den Fans, die den langen Weg ins Stadion Rote Erde auf sich genommen hatten.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir machen nach dem Ausgleich zu einfache Fehler und laden den Gegner so zu Kontern ein, aber es zeigt den Charakter der Mannschaft, nochmal zurückzukommen", schwankt Majetschak zwischen Kritik und Lob.

Kritikwürdig war die fehlende Zuordnung beim 1:2 von Antonios Papadopoulos (24), der nach Freistoß von Patrick Göbel (30) seinem Gegenspieler Joshua Schwirten (22) entwischt war.

Ausdrücklich hervorheben muss man dagegen wie Aue darauf reagierte. Die Köpfe blieben oben. Steffen Nkansah (28) scheiterte noch an BVB-Keeper Marcel Lotka (22).

Aue-Relegationsheld Bertram hört auf: "Das war das Spiel meines Lebens!"
FC Erzgebirge Aue Aue-Relegationsheld Bertram hört auf: "Das war das Spiel meines Lebens!"

Die folgende Ecke brachte Pepic auf den Majetschaks Kopf. Ein Punkt für die Moral...

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: