Falsche Gerüchte und alarmierende Spieler-Aussage: Hansa-Fan nach Zaun-Sturz in "kritischem Zustand"

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Saarbrücken/Rostock - Große Sorge um verunglückten Fan! Das Saisonfinale von Hansa Rostock beim 1. FC Saarbrücken am Samstag wurde von einem tragischen Zwischenfall überschattet, bei dem ein Anhänger der Kogge über einen Zaun rund zwölf Meter in die Tiefe stürzte. Nun hat sich der Drittligist zum Zustand des Mannes geäußert.

Die Hansa-Fans im Auswärtsblock in Saarbrücken. Das Saisonfinale wurde von einem medizinischen Notfall überschattet.
Die Hansa-Fans im Auswärtsblock in Saarbrücken. Das Saisonfinale wurde von einem medizinischen Notfall überschattet.  © IMAGO / SNS UG

"Nach Rücksprache mit den Behörden vor Ort wurde er noch am gestrigen Abend operiert. Aktuell befindet er sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Unsere Gedanken sind bei ihm, seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestehen", schrieb der FCH am Sonntagmorgen in einem Statement.

Etwa eine Viertelstunde vor Abpfiff war es beim 4:3-Auswärtserfolg der Mecklenburger zu Provokationen zwischen beiden Fanlagern gekommen, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. Dabei sei ein Zuschauer auf den Zaun geklettert. Allerdings habe er anschließend den Halt verloren.

Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung erlitt der Anhänger schwere Kopfverletzungen. Er wurde vor Ort umgehend von den Sanitätern medizinisch behandelt, während die übrigen Hansa-Fans das Geschehen mit einer Fahne abdeckten, und daraufhin ins Krankenhaus gebracht.

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In den sozialen Netzwerken kursierten später Gerüchte, dass der Mann bereits verstorben sei. Das dementierte die Saarbrücker Polizei jedoch inzwischen, sein Zustand sei "nach wie vor unverändert".

Wurde der Fan heruntergeschubst? Saarbrücken-Profi sieht Zaun-Vorfall

Saarbrückens Philip Fahrner (23, r.) hat den Zwischenfall im Hansa-Block offenbar beobachtet. (Archivfoto)
Saarbrückens Philip Fahrner (23, r.) hat den Zwischenfall im Hansa-Block offenbar beobachtet. (Archivfoto)  © Fabian Kleer/Fussball-News Saarland/dpa

Die Rostocker riefen in diesem Zusammenhang dazu auf, "keine Gerüchte zu verbreiten und nicht unbestätigten Informationen Glauben zu schenken".

"Bitte respektiert die Privatsphäre der Angehörigen und vertraut ausschließlich auf offizielle Mitteilungen des Vereins und der zuständigen Stellen", hieß es in dem Statement weiter.

Gleichzeitig bedankte sich der Klub bei den Einsatzkräften und allen Helfern vor Ort für ihr "schnelles und engagiertes Handeln".

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Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie sendeten auch die Trainer beider Klubs ihre Genesungswünsche. "Die Daumen sind alle gedrückt. Auf dass das vernünftig ausgeht", erklärte Hansa-Coach Daniel Brinkmann (40).

FCS-Profi Philip Fahrner (23) musste den Vorfall laut Bild sogar mitansehen. Seine Aussage könnte auch noch eine gewichtige Rolle in den polizeilichen Ermittlungen spielen.

"Ich habe genau da hingeschaut, als er heruntergeflogen ist. Der ist hochgeklettert, und dann hat ihn jemand heruntergeschubst. So hab’ ich es gesehen, und dann ist er nach hinten geflogen", so der Rechtsverteidiger demzufolge.

Titelfoto: IMAGO / SNS UG

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