Fan-Invasion am Mittwochabend! Hansa hat "Heimspiel" gegen Havelse

Hannover/Rostock - Dieses Auswärts- wird zum Heimspiel! Hansa Rostock trifft am Mittwochabend (Anstoß: 19 Uhr) der Englischen Woche in Hannover auf den TSV Havelse. Schon jetzt scheint klar - der vereinseigene Auswärtsfahrer-Marke dieser Saison wird fallen.

Bild der Vorsaison: 8000 Gästefans begleiteten das Team nach Hannover und machten auf den Rängen das Auswärts- zu einem Heimspiel.
Bild der Vorsaison: 8000 Gästefans begleiteten das Team nach Hannover und machten auf den Rängen das Auswärts- zu einem Heimspiel.  © Swen Pförtner/dpa

Rund 4000 Hansa-Fans hatten die Kogge am Freitag des 3. Oktobers nach Duisburg begleitet. Bis dato Saisonbestwert.

Für den Havelse-Hit gingen Stand Montagmittag schon 3900 Tickets weg - Tendenz steigend. Am Stadion wird es einen Online-Verkauf via QR-Code geben, den sicher der ein oder andere Hanseat nutzen werden.

Von der Ostseeküste sind es gut 350 Kilometer (etwa drei Autostunden) nach Hannover. Auch für viele Exil-Rostock liegt der Standort relativ zentral. So erklärt sich auch, warum ausgerechnet an einem Wochenspieltag die Bestmarke fallen wird.

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Interessant: Havelse, das sämtliche Heimspiele in Hannover bestreiten muss, lädt um ersten Mal diese Saison ins Zweitliga-Stadion von Hannover 96.

Normalerweise wird in der Eilenriede gespielt, für Hansa zieht Havelse aber in die große Heinz-von-Heiden-Arena um.

Hansa Rostock hat keine guten Erfahrungen in der Heinz-von-Heiden-Arena gemacht

Am letzten Spieltag zog Hansa in der Heinz-von-Heiden-Arena mit 1:2 den Kürzeren. Die letzte, theoretische Aufstiegschance war endgültig futsch. (Archivbild)
Am letzten Spieltag zog Hansa in der Heinz-von-Heiden-Arena mit 1:2 den Kürzeren. Die letzte, theoretische Aufstiegschance war endgültig futsch. (Archivbild)  © Swen Pförtner/dpa

Aber Achtung Hansa: Dieser Auswärtstrip wird trotz Stimmhoheit kein Selbstläufer.

Havelse entpuppte sich diese Serie mehrfach als Favoritenschreck, knöpfte zuletzt am Sonntag Spitzenteam Duisburg einen Punkt ab, nahm auch im Hinspiel aus Rostock einen Zähler mit.

Hansa-Trainer Daniel Brinkmann (40) warnt: "Wir wollen sie jetzt nicht stärker machen als sie sind, aber sie schon durchaus haben gezeigt, dass sie gegen sehr ambitionierte Mannschaften der Liga punkten können."

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Brinkmann ließ am Montag zudem durchblicken, dass es einige "angeschlagenen" und "kranke" Fragezeichen im Kader gibt. .

Außerdem könnte am Mittwoch unter Umständen der kuriose wie vermeintliche Heimvorteil zum Nachteil werden. Selbst wenn insgesamt 5000 Fans kommen, bleiben 44.000 Plätze in der Arena leer.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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