Große Welle an der Ostsee: Jetzt kann Hansa Cottbus schlucken!
Rostock - Große Welle an der Ostsee! Hansa Rostock feiert den 5:1-Sieg gegen Ulm und kommt pünktlich zum Saisonendspurt richtig in Fahrt - ist die Kogge noch zu stoppen?
Sechs der jüngsten acht Spiele gewann Rostock in der 3. Liga, nur Spitzenreiter VfL Osnabrück und der Zweite Rot-Weiß Essen waren in diesem Zeitraum besser.
Danke des Aufschwungs nach Hänger im Februar ist die Kogge wieder auf Kurs 2. Bundesliga. Noch besser: Die Erfolgswelle von der Ostsee könnte schon am nächsten Spieltag Erzrivale Energie Cottbus schlucken!
Dies war zuletzt zum Saisonstart der Fall, seit dem fünften Spieltag rangieren die Lausitzer dauerhaft vor dem Klub von der Ostsee.
Und wie es der Spielplan will, ist Hansa am kommenden Wochenende am Samstag und damit vor den Lausitzern dran.
Die Rechnung ist einfach: Mit einem Sieg wäre Rostock für (mindestens) eine Nacht an Cottbus vorbei, die am Sonntag das Schicksalsspiel gegen Rot-Weiß Essen gewinnen müssen.
Selbst ein Remis könnte für den Moment reichen, da Hansa sich zusätzlich durch Torfestivals wie gegen Ulm oder Duisburg (ebenfalls 5:1) quasi einen Bonuspunkt erarbeitet hat. Der nennt sich Torverhältnis und hebt die Kogge von Cottbus, Duisburg und auch Essen ab.
Hansa Rostock kann jetzt dreimal am Samstag vorlegen und Druck ausüben
Allerdings begleitet Hansa die komplette Serie auch ein Seemanns-Fluch: Immer wenn die Kogge die Chance hatte die Aufstiegsränge zu erklimmen, versaubeutelte es die Truppe.
Bestes Beispiel: Das Heimspiel gegen Viktoria Köln am Ostersamstag, in dem Hansa nach 54 Minuten 0:3 zurücklag und so richtig dumm aus der Wäsche guckte.
Deswegen muss Hansa zunächst am Samstag die vermeintliche Pflichtaufgabe bei Absteiger Schweinfurt (14 Uhr) meistern.
Mit einem Sieg könnte Hansa endlich psychologisch wichtigen Druck auf die Mitstreiter im Aufstiegsrennen ausüben.
Ein Szenario, das es übrigens auch am 35. und 36. Spieltag gibt, wenn Hansa ebenfalls vor zwei Konkurrenten vorlegen kann.
Titelfoto: IMAGO / Andy Bünning

