Vor HSV-Spiel: Strafverfahren wegen Volksverhetzung gegen mehrere Hansa-Fans

Hamburg - Gegen vier Fans des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock ist nach Angaben der Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet worden.

Mehr als 5000 Hansa-Fans hatten sich im Stadion versammelt.
Mehr als 5000 Hansa-Fans hatten sich im Stadion versammelt.  © Christian Charisius/dpa

Bei der Anreise zum Spiel am Sonntag des FC Hansa beim Hamburger SV in der 2. Fußball-Bundesliga hatten die Männer zwischen 20 und 40 Jahren laustark ein volksverhetzendes Lied ("U-Bahn-Lied") gesungen. Sie waren gerade dabei, in eine bereitgestellte S-Bahn einzusteigen.

Als Beamte eingriffen, habe der 40-Jährige "erheblichen Widerstand geleistet", wie die Bundespolizei am Sonntagabend mitteilte.

Das Volksparkstadion war mit 57.000 Zuschauern ausverkauft, darunter waren mehr als 5000 Hansa-Anhänger. Zu Beginn des Spiels waren mehrere Nebeltöpfe im Rostocker Fan-Block entzündet worden.

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Wegen der starken Rauchentwicklung und den schlechten Sichtverhältnissen auf dem Spielfeld war das Spiel kurzzeitig unterbrochen.

Die Polizei Hamburg zog am Sonntagabend eine "überwiegend positive Bilanz". Insgesamt habe die Polizei einen weitestgehend friedlichen Einsatzverlauf verzeichnet. Vereinzelt sei es wegen Straftaten zu Festnahmen gekommen.

"Die Trennung beider Fanlager, insbesondere der aus Sicht der Polizei relevanten Fan-Klientel, galt als oberstes Ziel und wurde erfolgreich gewährleistet", hieß es in einer Mitteilung der Polizei Hamburg.

Mehr als 800 Beamte hatte die Polizei Hamburg im Einsatz mit Unterstützung aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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