Alles oder nichts: Der FCM und der Kampf um den Klassenerhalt

Magdeburg - Nach dem so knappen und umso bitteren späten 0:1-Rückschlag gegen die SV Elversberg wird die Situation für den 1. FC Magdeburg im Tabellenkeller immer bedrohlicher. Auch, weil die direkten Konkurrenten immer für eine Überraschung gut sind.

Auch im Duell mit Elversberg zeigten die Magdeburger eine sehr passable Leistung.
Auch im Duell mit Elversberg zeigten die Magdeburger eine sehr passable Leistung.  © Uwe Anspach/dpa

Lediglich vier Punkte liegen zwischen dem zwölften und dem 18. Platz im Unterhaus des deutschen Profifußballs. Die Elbestädter halten aktuell die unrühmliche "rote Laterne" in der Hand, haben gleichzeitig aber auch mit jedem Spieltag die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft ein Stück weit zu befreien.

Schon vor Wochen versuchte Coach Petrik Sander (65) auf einer Pressekonferenz diese positiven Aspekte in einer schwierigen Situation zu skizzieren: "Wie schön ist es denn, in einer Position zu sein, wo man sich an jedem Spieltag selbst aus der Gefahrenzone bringen kann." Die Aussage stimmte damals, genauso stimmt sie zum jetzigen Zeitpunkt. Doch noch fehlen die Ergebnisse.

Sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen, darunter Pleiten gegen die direkte Konkurrenz aus Dresden und Bielefeld, das ist die alles andere als zufriedenstellende Bilanz der Blau-Weißen. Neun Spiele hat die Mannschaft von Petrik Sander noch Zeit, um den Umschwung zu schaffen, doch das wird alles andere als einfach.

Hammer-Strafe für den 1. FC Magdeburg! Blocksperre schon im nächsten Heimspiel
1. FC Magdeburg Hammer-Strafe für den 1. FC Magdeburg! Blocksperre schon im nächsten Heimspiel

Auf Kiel und Münster, die sich ebenfalls in akuter Abstiegsgefahr befinden, trifft der FCM noch. Aus Magdeburgs Sicht würde alles außer einem Sieg gegen die beiden wohl den Gang in Liga drei bedeuten, denn: Abgesehen von Holstein und Preußen liegen die restlichen Gegner zum jetzigen Zeitpunkt im Durchschnitt auf Platz sieben.

Die Konkurrenz macht es dem FCM nicht leicht

Baris Atik (31) hat den Abstiegskampf bereits voll angenommen.
Baris Atik (31) hat den Abstiegskampf bereits voll angenommen.  © Uwe Anspach/dpa

Ein weiteres Hindernis in diesem Kampf um den Klassenerhalt ist die Qualität der direkten Konkurrenz. Beim aktuellen Stand lässt sich weiterhin überhaupt nicht erkennen, welche beiden Mannschaften sich am Ende in der dritten Liga neu erfinden müssen und es wäre keine Überraschung, wenn diese Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt.

Dynamo Dresden hat sich mit fantastischen Transfers im Winter enorm verstärkt und spielt Woche für Woche überzeugenden Fußball, Braunschweig war am letzten Wochenende dem Sieg gegen Paderborn ganz nahe (1:1) und das totgesagte Fürth schaffte die Überraschung des Spieltages und gewann auswärts gegen Hannover (2:1).

Der FCM darf und will sich in dieser Phase nicht auf das Versagen der direkten Konkurrenz verlassen, sondern will mit eigener Überzeugung und positiven Ergebnisse die Trendwende schaffen. Ganz nach Sanders Ansatz, sich eben auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und das eigene Spiel auf den Platz zu bringen.

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1. FC Magdeburg "Der Wille ist da": FCM-Coach Sander gibt einen Ausblick auf das Duell mit Elversberg

Am kommenden Freitag (18.30 Uhr/Sky) könnten die Blau-Weißen schon für diesen Umschwung sorgen. Dann geht es in der eigenen Avnet-Arena gegen den Aufstiegsaspiranten aus Darmstadt, allerdings ohne Heimkurve.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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