Derby, Abstiegskracher oder beides? FCM gegen Dynamo

Magdeburg - Ganz Fußball-Deutschland schaut auf den Elb-Clásico, der am kommenden Samstag um 20.30 Uhr zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden ausgetragen wird. Die Anzeichen deuten auf ein Spektakel hin.

Sollte Dresden gegen Magdeburg gewinnen, wäre das Team von Thomas Stamm nur einen Punkt vom FCM entfernt.
Sollte Dresden gegen Magdeburg gewinnen, wäre das Team von Thomas Stamm nur einen Punkt vom FCM entfernt.  © Robert Michael/dpa

"Ich glaube, es gibt nichts Geileres als Fußballer", beschreibt FCM-Stürmer Maximilian Breunig (25) seine Gedanken vor dem Spiel. Fans, Spieler und Verantwortliche fiebern diesem Derby schon seit Wochen entgegen. Die Ausgangslage sorgt für Anspannung.

Der FCM wird mit der aktuellen Form und dem Heimvorteil zwar als Favorit in diese Partie gehen, doch wenn der Fußball eins gelehrt hat, dann, dass sowohl der Pokal als auch Derbys ihre ganz eigenen Gesetze haben. Und trotzdem darf Magdeburg mit 13 von möglichen 15 Zählern aus den letzten fünf Spielen mit enormem Selbstbewusstsein auftreten.

Auch Dynamo scheint zumindest mal dafür gesorgt zu haben, dass sich die Lage vor dem Ost-Derby entspannt hat. Nach drei Niederlagen am Stück schafften sie es, im Rückrundenauftakt gegen Fürth mit dem 2:0 die rote Laterne abzugeben und erstmals in dieser Saison zu null zu spielen. Dieses gute Gefühl wird vor dem kommenden Duell enorm wichtig gewesen sein.

Neben der Atmosphäre des Derbys darf allerdings nicht vergessen werden, dass es am kommenden Samstag auch um den Klassenerhalt geht. Während der FCM mit einem Sieg eine enorme Lücke zwischen sich und die direkten Abstiegsplätze reißen würde, könnte Dynamo mit drei Punkten auf nur einen Zähler an Magdeburg herankommen.

Besonders interessant wird es rund um Dynamo-Neuzugang Jason Ceka (26). Der Ex-Magdeburger wird nach seinem komplizierten Abgang vom FCM hoch motiviert sein, seinem ehemaligen Arbeitgeber eins auszuwischen.

FCM gegen Dynamo: Die Vergangenheit des Elb-Clásico

Baris Atik (31) bejubelt den 2:1-Auswärtssieg in der Hinrunde.
Baris Atik (31) bejubelt den 2:1-Auswärtssieg in der Hinrunde.  © Robert Michael/dpa

Mit Magdeburg und Dresden treffen nicht nur die Landeshauptstädte von Sachsen-Anhalt und Sachsen aufeinander, sondern auch zwei Fußballvereine, die eine tiefe Vergangenheit verbindet.

Insbesondere in den 70er-Jahren gab es eine große sportliche Rivalität zwischen den beiden Mannschaften, so gewannen von 1971 bis 1978 ausschließlich die beiden Vereine die DDR-Meisterschaft. Diese Erfolge liegen mittlerweile schon lange hinter ihnen.

Insgesamt trafen der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden bislang 73-mal aufeinander. 36 dieser Duelle konnte Dynamo für sich entscheiden, 20-mal ging der Sieg nach Magdeburg. In der 2. Liga duellierten sich die beiden allerdings erst dreimal. Die Bilanz besagt zwei Unentschieden und einen Sieg für den FCM, zuletzt in der Hinrunde, als sie auswärts mit 2:1 gewannen.

Überraschung in der Startelf beim 1. FC Magdeburg?
1. FC Magdeburg Überraschung in der Startelf beim 1. FC Magdeburg?

Wir dürfen uns auf ein hochemotionales Derby freuen, das unter dem Titel des Abstiegskrachers sicherlich einiges bieten wird.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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