Doppelschlag ebnet den Weg zum Sieg: Magdeburg ganz nah dran am Klassenerhalt

Kiel - Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt? Der 1. FC Magdeburg gewinnt mit 3:1 (2:0) gegen Holstein Kiel das zweite Spiel in Folge und kann sich immer weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Ein Doppelschlag kurz vor der Pause ebnet letztendlich den Weg zum verdienten Sieg.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit gelangen den Magdeburgern zwei echte Wirkungstreffer.  © Philipp Szyza/dpa

Die Magdeburger starteten mutig in die Partie und erspielten sich direkt erste Möglichkeiten. Nach einem Freistoß traf Dariusz Stalmach nur die Latte, doch der Pole stand vorher ohnehin im Abseits. Keine zwanzig Sekunden später kam dann Baris Atik ein erstes Mal zum Abschluss, doch sein Versuch aus rund 16 Metern war zu zentral, sodass der Kieler Schlussmann keine Probleme hatte, den Ball zu parieren (6.)

In der Folge wurden die Kieler allerdings immer aktiver und übernahmen die Spielkontrolle. Die Elbestädter verloren im Spielaufbau zu häufig den Ball und waren in ihren Umschaltmomenten zu ungefährlich. Mit Abschlüssen in der 16. und 21. kamen die Störche dem Tor zwar näher, doch es fehlte weiterhin die letzte Genauigkeit.

Und genau das nutzte der 1. FC Magdeburg kurz vor der Pause zum befreienden Doppelschlag. Nach einer mutmaßlich geklärten Ecke kam Zukowski auf der linken Außenbahn noch einmal an die Kugel und agierte diesmal als Flankengeber. Sein Ball fand zunächst Stalmach, der das Spielgerät allerdings nicht voll erwischte und unfreiwillig für Hugonet vorlegte, welcher aus fünf Metern zur Führung traf (40.).

1. FC Magdeburg Dritter Heimerfolg in Serie! FCM mit wichtigem Sieg gegen die Alte Dame

Der Treffer sorgte sichtbar für mehr Selbstbewusstsein und Spielfreude beim FCM, welcher noch nicht genug hatte. Buchstäbliche Sekunden vor dem Pausenpfiff löffelte Nollenberger den Ball dann nach kurz ausgeführter Ecke in die Mitte und fand den Kopf von Stalmach, der sich diesmal nicht zweimal bitten ließ und mit seinem zweiten Saisontor zum 2:0 traf.

Für die Mannschaft von Petrik Sander kam die Pause sogar eher ungelegen. Die Elbestädter spielten sich mit den zwei Treffern förmlich in einen Rausch, während die Kieler überhaupt nicht mehr hinterher kamen.

Anzeige

Baris Atik mit Kunststück für den FCM

Laurin Ulrich (r., 21) musste viel einstecken und agierte gleichzeitig als Kreativkopf im Zentrum der Magdeburger.  © Philipp Szyza/dpa

Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff sorgten die Blau-Weißen dann für die Vorentscheidung in dieser Partie. Erst vergab Musonda noch die Riesenchance im Eins-gegen-Eins mit Kieler Schlussmann Weiner, die anschließende Ecke war dann ein Kunstschuss von Baris Atik. Seine Bananenflanke fand am ersten Pfosten keinen Abnehmer und flog durch die Menge hindurch direkt ins Gehäuse. Ein "olímpico", wie eine direkt verwandelte Ecke gerne genannt wird.

Im Nachgang war den Kielern die Bemühung hier noch zu treffen zwar nicht abzusprechen, doch sie blieben in ihren Offensivaktionen zu unkonzentriert, was häufig zu Missverständnissen führte. Magdeburg spielte währenddessen befreit auf und verteidigte die Null sehr einheitlich und kompakt.

Die Elbestädter hatten zwischenzeitlich sogar das vierte Tor auf dem Fuß, doch Zukowski konnte die Flanke von Nollenberger am Ende nicht zu etwas Zählbarem verwerten.

1. FC Magdeburg Mission Klassenerhalt: Schafft der FCM es schon gegen Holstein Kiel?

Die Null konnten die Magdeburger dann letztendlich aber doch nicht halten. In der Nachspielzeit standen sie hinten zu offen, sodass eine Überzahlsituation für die Kieler entstand, die sie gut ausspielten und auf 1:3 verkürzten.

Bei diesem Spielstand blieb es dann auch. Mit den drei Punkten stehen die Blau-Weißen jetzt fünf Punkte vor dem Relegationsplatz und werden sicherlich ganz genau auf die morgigen Partien schauen. Durch den Sieg von Braunschweig im Parallelspiel muss der 1. FC Magdeburg auf Schützenhilfe hoffen, um den Klassenerhalt schon an diesem Wochenende feiern zu können.

Sollten Düsseldorf und Fürth beide Unentschieden spielen oder verlieren, dann hätte Magdeburg die Klasse gehalten.

Mehr zum Thema 1. FC Magdeburg: