"Gegen Hertha ein anderes Gesicht zeigen": FCM will den Rückschlag in Nürnberg abhaken

Magdeburg - Trotz einer passablen Leistung in Hälfte zwei reichte es für den 1. FC Magdeburg gegen Nürnberg nicht für Punkte. Die Elbestädter hatten die Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch in der letzten Aktion fehlten die berüchtigten Zentimeter, sodass es beim 0:1 blieb und die Mannschaft von Petrik Sander (65) sich auf Tabellenplatz 16 einfinden musste.

In Halbzeit eins begannen die Elbestädter zu zaghaft und überließen den Gastgebern größtenteils den Ball.  © Daniel Karmann/dpa

"Ich glaube wir haben eine sehr zerfahrene erste Halbzeit gesehen, wo sich beide Mannschaften neutralisiert haben", schildert Sander seine Sicht auf den ersten Durchgang der Partie, welcher seinen Höhepunkt in der Nachspielzeit fand: "Und dann sind wir einmal unaufmerksam und liegen dann aus dem Nichts 0:1 hinten", so der Coach.

Auch wenn es für Petrik Sander in der zweiten Halbzeit dann "deutlich besser, zwingender und engagierter" wurde, schafften die Blau-Weißen es nicht, das Leder im Gehäuse unterzubringen. Auf die Nachfrage, ob ein xG-Wert von 0,03 nach einer Stunde und darauffolgende mangelnde Chancenverwertung mit dem Fehlen Zukowskis zu tun hatte, findet Sander klare Worte:

"Das ist mir zu einfach, das darauf zurückzuführen. Das wäre jetzt unfair, Alex [Anm. d. Red.: Alexander Ahl Holmström] gegenüber. Mit den Werten könnt ihr mich gerne mal, für mich hat das keine relevante Aussagekraft", entkräftet der FCM-Coach die Frage.

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Dass sein 1. FC Magdeburg an diesem Spieltag ein wenig der Verlierer des Wochenendes ist, sei ihm "in dem Augenblick Wurst." Sander ist weiterhin überzeugt von seiner Mannschaft und zeigt sich zuversichtlich, was den Klassenerhalt angeht: "Wir haben es in der eigenen Hand und die Mannschaft ist in der Lage dazu, in Drucksituationen zu performen. Ich bin da schon optimistisch."

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Gebrauchter Nachmittag für FCM-Spieler

In den zweiten 45 Minuten fehlten beim FCM häufig nur Zentimeter zum Ausgleich.  © Daniel Karmann/dpa

Die FCM-Spieler sind nach der Partie sichtlich enttäuscht. Laurin Ulrich sieht das Problem, ähnlich wie sein Trainer, ebenfalls in den ersten 45 Minuten: "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das auf den Platz bekommen, was wir uns vorgenommen haben. Dann laufen wir viel hinterher und verpassen den Moment mal herauszupressen."

Die Leihgabe vom VfB Stuttgart erkennt in der Niederlage aber keinen Grund, Sorgen vor den nächsten Spielen zu haben und zeigt sich optimistisch: "Ich bin mir sicher, dass wir nächste Woche gegen Hertha ein anderes Gesicht zeigen und wieder einen Heimsieg feiern können."

Dass der 1. FC Magdeburg in Nürnberg nicht den nächsten Schritt in Sachen Klassenerhalt machen konnte, trifft auch Stürmer Maximilian Breunig: "Ich bin sehr enttäuscht, wir haben uns viel vorgenommen. Wir sind nicht gut in die Partie reingekommen und die erste Halbzeit war sehr schlecht von uns." In der zweiten Hälfte lief es laut Breunig dann zwar besser, aber auch er bemängelte die letzte Genauigkeit vor dem Tor.

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Wie auch seine Teamkollegen schaut der 25-Jährige trotzdem mit Selbstbewusstsein auf diese letzte entscheidende Phase: "Das Gute ist, dass wir es selbst in der Hand haben. Wir wissen, was wir können und sind maximal überzeugt von uns. Ich bin sicher, dass wir einen guten Saisonabschluss haben werden."

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