Nach Horror-Verwüstung: ODEG will FCM-Fans nicht mehr mitnehmen!

Magdeburg/Berlin - Im Februar hinterließen Fans vom 1. FC Magdeburg ein wahres Schlachtfeld in einem ODEG-Zug nach dem Match gegen Hertha BSC. Jetzt reagiert die Eisenbahngesellschaft knallhart.

Nach dem Match gegen Hertha BSC im Februar hatten FCM-Fans einen ODEG-Zug schwer verwüstet. (Archivfoto)
Nach dem Match gegen Hertha BSC im Februar hatten FCM-Fans einen ODEG-Zug schwer verwüstet. (Archivfoto)  © Screenshot/LinkedIn/tobiasbrauhart

Am 16. Februar verloren die Blau-Weißen in Berlin mit 2:3. Die Fans des Klubs brachten ihren Unmut dann in einer Bahn der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) zum Ausdruck, indem sie Müll, Sticker, Graffiti und sogar Kot und Erbrochenes verteilten.

Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG kündigte nun gegenüber MDR Sachsen-Anhalt an, dass Fans des 1. FC Magdeburgs künftig nicht mehr befördert werden sollen. Es gäbe keine andere Möglichkeit, so Gehrke.

Wenn gegen Regeln in der Hausordnung am Bahnsteig oder in den Beförderungsbedingungen im Zug verstoßen würde, können Fahrgäste von der Mitnahme ausgeschlossen werden.

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Der Geschäftsführer kündigte weiter an, die Vorfälle an den FCM zu melden, um so die Verantwortlichen schneller ausfindig machen zu können.

Lachen aus Kot und Erbrochenem wurden dabei entdeckt. (Archivfoto)
Lachen aus Kot und Erbrochenem wurden dabei entdeckt. (Archivfoto)  © Screenshot/LinkedIn/tobiasbrauhart

ODEG nach FCM-Randale: "Klub muss Verantwortung übernehmen!"

Die Eisenbahngesellschaft kündigte an, künftig FCM-Fans nicht mehr transportieren zu wollen. (Archivfoto)
Die Eisenbahngesellschaft kündigte an, künftig FCM-Fans nicht mehr transportieren zu wollen. (Archivfoto)  © Screenshot/LinkedIn/tobiasbrauhart

Gegenüber TAG24 sagte Sprecher Manuel Holscher nach der ODEG-Randale im Februar: "Der 1. FC Magdeburg lehnt grundsätzlich jegliche Straftaten ab und verurteilt solche [...]."

"Allerdings sind wir hier nicht passiv legitimiert und solche Straftaten erfolgen willkürlich. Wir können die Wut und den Frust der Geschädigten jedoch natürlich nachvollziehen", hieß es weiter.

Die ODEG fordere nun, dass der Verein solche Vorfälle ernster und Verantwortung für die Gruppen übernehmen soll. Es müssen Taten folgen, so Gehrke.

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Auf MDR-Anfrage zeigte sich FCM-Sprecher Holscher erstaunt, bestätigte jedoch, dass sich der Klub mit der Eisenbahngesellschaft zusammensetzen wolle.

Titelfoto: Screenshot/LinkedIn/tobiasbrauhart

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