"Wäre das Schlimmste in meiner Karriere": Atik über die schwierige Lage beim FCM

Magdeburg - Er polarisiert, führt an und auf ihn können sich die Elbestädter immer verlassen: Baris Atik (31). Der gebürtige Frankenthaler trägt sein Herz auf der Zunge und beschreibt in einer Medienrunde, wie die aktuelle Situation auf die Mannschaft wirkt und welche Rolle er in diesem Abstiegskampf spielt.

Der 31-Jährige ist mittlerweile seit fünfeinhalb Jahren beim FCM.  © Andreas Gora/dpa

"Es ist mein Job als Führungsspieler, dass ich den ein oder anderen zur Seite nehme und mit ihm rede. Ich hab in dieser Woche mit einigen gesprochen. Ich sehe eine Mannschaft, die Bock hat, den Umschwung zu schaffen", berichtet Atik über seine Rolle und die Stimmung im Team.

Die Situation ist für viele der Spieler nicht einfach, meint er. Besonders der Kopf spielt im Abstiegskampf eine Rolle: "Im Profifußball musst du mit diesem Druck umgehen können. Es ist extrem wichtig, im Kopf frei zu bleiben. Wenn du daran glaubst, dass du das Spiel gewinnen wirst, dann wirst du das auch tun."

Auch wenn die Blau-Weißen mittlerweile seit fünf Spielen ohne Sieg sind, überzeugen sie mit ihren Leistungen und den Zahlen auf dem Platz. Doch davon möchte Atik nichts hören: "Statistik hin oder her, die können wir uns sonst wo hinschieben. Fußball ist ein Ergebnissport und die Ergebnisse sind in letzter Zeit nicht gut."

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Für den Führungsspieler ist der Kampf um den Klassenerhalt natürlich auch mit einer persönlichen Note ausgestattet: "Für mich geht es um die Menschen in der Region. Der Abstieg wäre das Schlimmste, was mir in meiner Karriere passieren würde. Ich werde alles dafür tun, den Verein zu retten."

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Der FCM will die Enttäuschung abschütteln

Baris Atik (31) ist mit vier Toren und elf Vorlagen der Top-Scorer der Elbestädter.  © Uwe Anspach/dpa

Für den 31-Jährigen verliefen die letzten Tage nach dem Punktgewinn gegen Darmstadt recht enttäuschend, die Gründe dafür liefert er selbst: "Wir waren die bessere Mannschaft und stehen am Ende nur mit einem Punkt da. Wir wissen, dass der eine Punkt nicht zufriedenstellend ist. Wir wissen aber auch, dass am Ende der eine Punkt wertvoll sein kann", so Atik.

In der Hinrunde spielten die Elbestädter gegen die Lilien ebenfalls Unentschieden, was zu einem regelrechten Umschwung führte. Was folgte waren fünf Siege aus neun Partien, genauso soll es auch in den nächsten Wochen für die Mannschaft von Petrik Sander (65) laufen.

Auch Baris Atik zeigt sich in der Medienrunde optimistisch: "Wenn alle mitmachen, dann haben wir gesehen, dass wir jede Mannschaft schlagen können.[...]. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die nächste Wende vor der Tür steht."

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Dafür braucht es gegen Preußen Münster unbedingt den Sieg. Auf welche Art und Weise, ist Atik nicht wichtig: "Mich interessiert nicht, ob wir schön spielen oder ob wir hässlich spielen. Ich will einfach nur diese drei Punkte in Münster."

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