Warum die Fans des 1. FC Magdeburg jetzt richtig sauer auf den Klub sind!

Magdeburg - Mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga hat es sich der 1. FC Magdeburg auch noch so richtig mit seinen Anhängern versaut. Trainer Christian Titz (51) spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Nach dem Abpfiff gingen die Spieler des 1. FC Magdeburg zurück in die Kabine, ohne sich die Wutrede der Fans komplett anzuhören.
Nach dem Abpfiff gingen die Spieler des 1. FC Magdeburg zurück in die Kabine, ohne sich die Wutrede der Fans komplett anzuhören.  © Christian Modla/dpa

Von Beginn an: In einem schwachen Spiel erzielte der aktuell Letztplatzierte der Liga am Sonntag in allerletzter Sekunde noch den 1:1 Ausgleich gegen den Karlsruher SC.

Ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf, der im Normalfall von den eigenen Anhängern gefeiert wird. Doch Pustekuchen! Die aktive Fanszene ist sauer auf den Verein. Man hätte offenbar noch nicht verstanden, in welcher kritischen Lage man sich befindet.

Nach dem Abpfiff stellten sich die Spieler schließlich der Kritik der Fans. "Was ihr heute gespielt habt, das war eine riesengroße Frechheit", hieß es durch ein Mikro aus dem "Block U".

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Doch mitten in der Ansprache eilte plötzlich Christian Titz herbei und beorderte seine Truppe zurück in die Kabine. Was danach folgte, ging zum Teil unter die Gürtellinie.

Wütende FCM-Anhänger beschimpften den Klub im Netz. Titz bekam nach seiner Aktion den größten Unmut ab, solle "seine Sachen packen" und "verschwinden". In den sozialen Netzwerken reagierte der Klub darauf lediglich mit einem kurzen Statement: "Wir bitten darum, im Umgang sachlich zu bleiben. Bei allen Emotionen sind Beleidigungen nie angebracht."

Wie geht es jetzt weiter beim 1. FC Magdeburg?

Es lässt sich nicht anders sagen: Die Kacke ist richtig am dampfen beim 1. FC Magdeburg! Titz sagte im Nachgang an die Szenen, dass er seine Jungs von den Fans weggeholt habe, weil er Pöbeleien der eigenen Anhänger mitbekommen habe.

Vereinzelte Kicker kehrten zusammen mit Sportdirektor Otmar Schork (65) zwar noch einmal zur Tribüne zurück - da war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen. Besonders zeigt es aber auch, dass einzelne Spieler durchaus bereit sind, alles für den Klub zu geben - und andere möglicherweise nicht.

Jetzt braucht es vor dem nächsten Spiel am kommenden Samstag bei Holstein Kiel ganz dringend eine umfangreiche Aussprache aller Beteiligten, sonst könnten die nächsten Wochen in Sachsen-Anhalt ganz ungemütlich werden.

Titelfoto: Christian Modla/dpa

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