St.-Pauli-Blog: Kiezkicker bestreiten Testspiel gegen Regionalligisten

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Hamburg - Der FC St. Pauli ist nach zwei Jahren Bundesliga in die 2. Liga abgestiegen.

Verstärkung für die Kiezkicker: U-19-Offensiv-Talent erhält einen Profivertrag bei FC St. Pauli. In der U19-Nachwuchsliga glänzte er unter anderem mit elf Toren. Mittelfeldspieler Joel Fujita wird den Verein höchstwahrscheinlich verlassen. Will Hauke Wahl zum VfL Wolfsburg?

In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt Ihr alle News rund um das Team, mögliche Transfers und alles Weitere aus dem Millerntor-Stadion.

10. Juni, 15.12 Uhr: St. Pauli bestreitet Testspiel gegen Kickers Emden

Die Saison-Vorbereitung des FC St. Pauli nimmt weiter Formen an: Die Kiezkicker bestreiten am 4. Juli (18 Uhr) ein Testspiel beim Regionalligisten Kickers Emden. Das gaben die Braun-Weißen am Mittwoch bekannt.

Tickets für die Partie im Ostfriesland-Stadion sind ab sofort im Emdener Ticketshop erhältlich.

Seit Längerem steht bereits fest, dass der FCSP am 11. Juli zudem gegen den SV Babelsberg 03 ein Testspiel bestreiten wird.

St.-Pauli-Coach Marcel Rapp (47) testet mit seiner neuen Mannschaft in der Saison-Vorbereitung gegen Kickers Emden.
St.-Pauli-Coach Marcel Rapp (47) testet mit seiner neuen Mannschaft in der Saison-Vorbereitung gegen Kickers Emden.  © WITTERS

9. Juni, 14.50 Uhr: Was ist dran an den Wechsel-Gerüchten rund um Hauke Wahl?

Die Gerüchteküche brodelt rund um einen möglichen Abgang des 32-Jährigen, der in den vergangenen drei Jahren am Millerntor nicht nur zum Stammspieler geworden ist.

Wahl ist inzwischen auch Leistungsträger, Führungsfigur und teilweise sogar Ersatzkapitän. Nun soll der Hamburger ausgerechnet bei Mitabsteiger VfL Wolfsburg auf dem Radar sein und laut Kicker-Informationen auch schon vielversprechende Gespräche geführt haben. Haben sich Spieler und Klub längst geeinigt?

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann lässt aktuell jedenfalls noch anderes verlauten. Bei einer Pressekonferenz am Montag sagte der 54-Jährige:

"Das Thema mit Hauke und Wolfsburg hält sich lange. Es ist nicht so, dass wir uns als FC St. Pauli konkret damit beschäftigen mussten." Wahl hat beim Kiezklub noch bis 2027 Vertrag - Wolfsburg müsste also eine Ablöse bezahlen. Vertraut man den Worten Bornemanns, scheint diese also bislang viel zu niedrig oder noch mehr: Es liegt gar kein konkretes Angebot vonseiten der Wölfe vor.

Der Poker um den Abwehrboss scheint offenbar in vollem Gange und auch der Transfersommer ist noch lang. Es bleibt also abzuwarten, welche Entwicklung diese Personalie noch nimmt. Wahl könnte den Wechsel finanziell sowie sportlich betrachtet begrüßen - aufgrund seines Alters könnte es schließlich die letzte Station sein als Profifußballer.

Ist sich Hauke Wahl mit dem VfL Wolfsburg bereits einig geworden?
Ist sich Hauke Wahl mit dem VfL Wolfsburg bereits einig geworden?  © Marcus Brandt/dpa

4. Juni, 8.57 Uhr: Wo geht Joel Fujita hin?

Joel Fujita (24) wird aller Voraussicht nach den FC St. Pauli verlassen. Doch wo er hingeht, ist weiterhin nicht sicher. Mehrere Klubs wollen den Mittelfeldspieler.

Informationen zufolge darunter der FC Augsburg. Neben dem Bundesligisten scheinen laut Hamburger Abendblatt dem Berater des Japaners noch andere Angebote vorzuliegen.

Wie Fujita im Trainingslager im vergangenen Jahr zugab, träumt er von der Premier League. Wegen des Abstiegs des Kiezklubs in die zweite Liga und die Leistungsschwankungen des 24-Jährigen, dürfte dieser Traum in diesem Sommer noch nicht in Erfüllung gehen.

Im Falle des Abgangs könnte St. Pauli trotz des Bundesliga-Abstiegs aber eine Rekordablösesumme für den Mittelfeldspieler erwarten.

Joel Fujita (24, M.) träumt von der Premier League.
Joel Fujita (24, M.) träumt von der Premier League.  © Christian Charisius/dpa

3. Juni, 17.19 Uhr: Hohe Geldstrafe wegen Pyrotechnik beim Stadtderby

Wegen des massiven Einsatzes von Pyrotechnik durch die Fans beim Stadtderby im Januar am Millerntor wurden sowohl der FC St. Pauli als auch der Hamburger SV zu hohen Geldstrafen verurteilt.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat dem Kiezklub schlappe 359.000 Euro blechen. Der Stadtrivale aus Stellingen kommt mit 253.000 Euro etwas besser weg.

Beide Vereine können einen Teil der Summe für "für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden", heißt es im Urteil. St. Pauli stehen dafür 120.000 Euro zur Verfügung. Die Rothosen können 84.300 Euro der Gesamtsumme nutzen. Ein Nachweis dafür muss bis zum 31. Dezember erbracht werden.

Wegen gezündeter Pyrotechnik vonseiten beider Fanlager wurden der FC St. Pauli sowie der HSV zu hohen Geldstrafen verurteilt.
Wegen gezündeter Pyrotechnik vonseiten beider Fanlager wurden der FC St. Pauli sowie der HSV zu hohen Geldstrafen verurteilt.  © Marcus Brandt/dpa

2. Juni, 15.02 Uhr: Wissou Kaba erhält Profivertrag

Der FC St. Pauli stattet Wissou Kaba mit einem Profivertrag aus. Elf Tore und vier Vorlagen gelangen dem 18-jährigen Offensivspieler in der abgelaufenen Spielzeit bei 19 Einsätzen in der U19-Nachwuchsliga.

Zudem bestritt der vielseitig einsetzbare Spieler in der U23 drei Einsätze in der Regionalliga Nord und bereitete dabei einen Treffer vor. Kaba wurde beim FC St. Pauli ausgebildet und spielte seit Sommer 2025 für ihre U19.

Sportchef Andreas Bornemann betonte die positive Entwicklung des vierfachen U18-Nationalspielers in den vergangenen Monaten: "Wir freuen uns, dass Wissou seinen eingeschlagenen Weg bei uns fortsetzt und wir weiter mit ihm an seiner sportlichen Entwicklung arbeiten können."

Wissou Kaba (19) erhält einen Profivertrag bei den Kiezkickern.
Wissou Kaba (19) erhält einen Profivertrag bei den Kiezkickern.  © FC St. Pauli

29. Mai, 14.50 Uhr: St. Pauli lässt James Sands ziehen

Mit James Sands verlässt ein weiterer Profi den Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler war in den vergangenen anderthalb Jahren vom New York City FC aus der Major League Soccer ausgeliehen worden.

Sands eroberte sich nach dem Wechsel schnell einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld der Hamburger. Doch bremsten ihn zwei schwere Verletzungen aus. In der Rückrunde 2025 kam er nur auf sieben Bundesliga-Einsätze, ehe für ihn die Saison wegen eines Innenbandabrisses vorzeitig beendet war. 

Im letztlich erfolglosen Kampf des FC St. Pauli gegen den Abstieg in der gerade abgelaufenen Saison fehlte der US-Nationalspieler in den letzten neun Partien wegen einer Sprunggelenksverletzung. Nach dem Abstieg Mitte Mai hatten unter anderem Torwart Nikola Vasilj, Danel Sinani, Karol Mets und Andréas Hountondji Abschied vom Millerntor genommen.

Nun endet die Leihe von James Sands (25) in Hamburg.
Nun endet die Leihe von James Sands (25) in Hamburg.  © Harry Langer/dpa

26. Mai, 19.30 Uhr: St. Pauli verabschiedet Andréas Hountondji

Der nächste Abgang, mit dem zu rechnen war: Der FC St. Pauli hat am Dienstag Stürmer Andréas Hountondji (23) offiziell verabschiedet.

Nach einer einjährigen Leihe kehrt der Angreifer zu seinem Heimatverein FC Burnley zurück. Beim FCSP gelangen ihm vier Treffer in 23 Einsätzen. Der Offensivakteur war immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden.

Andréas Hountondji (23) kehrt nach seiner Leihe zum FC Burnley zurück.
Andréas Hountondji (23) kehrt nach seiner Leihe zum FC Burnley zurück.  © Christian Charisius/dpa

24. Mai, 14.20 Uhr: Carlo Boukhalfa gewinnt den Schweizer Pokal

Während die Kiezkicker wahrscheinlich noch immer den Abstieg in die zweite Liga verdauen müssen, feiert ein Ehemaliger Erfolge.

Carlo Boukhalfa (27) spielte sich in dieser Saison mit dem FC St. Gallen nicht nur zum Vizemeister der Schweizer Super League, sondern gewann am Sonntag auch den Schweizer Pokal.

Gemeinsam mit seinem Team gewann er im Finale 3:0-Sieg gegen Stade Lausanne. Boukhalfa spielt nächstes Jahr Europa League. Nach Ablauf der Saison 2024/2025 verließ der 27-Jährige den Hamburger Klub.

Carlo Boukhalfa (27) verließ mit Ablauf der Saison 2024/2025 den FC St. Pauli.
Carlo Boukhalfa (27) verließ mit Ablauf der Saison 2024/2025 den FC St. Pauli.  © Harry Langer/dpa

24. Mai, 17.20 Uhr: St.-Pauli-Frauen gewinnen den Lotto-Pokal

Jubel bei der Frauen-Mannschaft des FC St. Pauli: Die Kiezkickerinnen haben am Sonntag den Hamburger Lotto-Pokal gewonnen. Im Finale schlugen sie den Walddörfer SV souverän mit 3:0.

Dank des Titelgewinns sind die Regionalliga-Fußballerinnen nun automatisch für den DFB-Pokal in der kommenden Saison qualifiziert.

So richtig die Sau rauslassen können die St. Paulianerinnen allerdings nicht. Am kommenden Sonntag steht noch das letzte Saisonspiel in der Regionalliga an. Gegen den TSV Barmke braucht es mindestens einen Punkt, um den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Die Kickerinnen des FC St. Pauli haben am Sonntag den Hamburger Lotto-Pokal gewonnen.
Die Kickerinnen des FC St. Pauli haben am Sonntag den Hamburger Lotto-Pokal gewonnen.  © WITTERS

20. Mai, 16.42 Uhr: Sommerfahrplan steht - so will St. Pauli die zweite Liga meistern

Ende Juni wollen die St.-Pauli-Profis wieder mit dem Training starten. Die rund sechswöchige Vorbereitungsphase vor Start der 2. Liga sieht auch ein rund einwöchiges Trainingslager vor. Zudem wollen die Kiezkicker insgesamt drei Testspiele beschreiten.

Am 25. Juni geht es das erste Mal öffentlich zurück auf den Trainingsplatz an der Kollaustraße. Am 11. Juli folgt dann ein besonderes Testspiel für den FC St. Pauli. Die Hamburger werden zu Gast sein beim SV Babelsberg 03. "Beide Vereine verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft, die nicht zuletzt auf gemeinsamen antifaschistischen Werten basiert", schreibt der Klub.

Danach verabschiedet sich die Mannschaft in das Trainingslager nach Flachau (Österreich). Vom 17. Juli bis 25. Juli wird in der Ski-Region bei Salzburg für den 1. Spieltag in der 2. Bundesliga (7. bis 9. August) trainiert. Auch im vergangenen Jahr hatten sich die Kiezkicker dort vorbereitet.

Ob das Ganze unter Trainer Alexander Blessin (53) stattfinden wird, steht derzeit weiterhin in den Sternen.

Vor dieser Kulisse in Flachau (Österreich) wollen die Kiezkicker auch in dieser Saison wieder trainieren.
Vor dieser Kulisse in Flachau (Österreich) wollen die Kiezkicker auch in dieser Saison wieder trainieren.  © Alice Nägle/TAG24

20. Mai, 16.07 Uhr: Danel Sinani und St. Pauli gehen getrennte Wege

Wie zu erwarten verlässt auch Danel Sinani (29) den Kiezklub zur neuen Saison. Der offensive Mittelfeldspieler verabschiedet sich mit emotionalen Worten auf Instagram.

"Nach 3 Jahren heißt es für mich Abschied nehmen. Es ist schwer in Worte zu fassen, wie viel mir diese Zeit bedeutet hat. Hier habe ich nicht nur Fußball gespielt, sondern unvergessliche Erinnerungen gesammelt und Menschen kennengelernt, die immer einen Platz in meinem Herzen haben werden", schreibt der 29-Jährige unter einem Post mit vielen Bildern zu seiner Zeit bei den Hamburgern.

Er erinnert sich: "Mein Anfang hier war alles andere als einfach. Dennoch habe ich stets die Unterstützung meiner Mitspieler und insbesondere der Fans gespürt, das ist nicht selbstverständlich und bedeutet mir unglaublich viel. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen erlebt, gekämpft, gefeiert und Momente geschaffen, die ich niemals vergessen werde. Für all das bin ich von Herzen dankbar."

Sinani hatte zu Saisonende sowieso einen auslaufenden Vertrag. Dennoch betonte Sportchef Andreas Bornemann (54), dass der Luxemburger den Verein auf eigenen Wille verlasse. "Ich zwinge niemanden hier zu spielen", erklärte Bornemann zuletzt.

Danel Sinani (29, M.) verlässt nach drei Jahren den Kiezklub.
Danel Sinani (29, M.) verlässt nach drei Jahren den Kiezklub.  © Christian Charisius/dpa

20. Mai, 14.45 Uhr: Karol Mets verlässt FC St. Pauli

Über drei Jahre war er ein wichtiger Teil des FC St. Pauli: Karol Mets (33) verlässt die Kiezkicker nun zur neuen Saison.

Mit einem emotionalen Instagram-Post verabschiedet sich der Innenverteidiger von den Fans. Unter seinem Beitrag schreibt er: "Was wir gemeinsam erreicht haben, war bemerkenswert und wird nie vergessen werden. Obwohl es nicht so endete, wie wir alle wollten, [...] ist das nur der Anfang von etwas Größeres, und ich werde weiterhin das Team unterstützen, egal ob von zu Hause aus im Fernsehen oder von den Tribünen."

Mets bedankte sich außerdem bei allen Mitarbeitenden des Klubs für "ihr Vertrauen" und natürlich bei seinen Teamkollegen. "Es war ein Privileg und eine Ehre, eure Unterstützung zu erleben."

Mets wechselte 2023 vom FC Zürich nach Hamburg und kam seither zu regelmäßigen Einsätzen. In der ersten Bundesliga-Saison fiel der Defensive allerdings nach zehn Spielen wegen Probleme der Patellasehne aus.

Innenverteidiger Karol Mets (33, l.) verlässt den FC St. Pauli.
Innenverteidiger Karol Mets (33, l.) verlässt den FC St. Pauli.  © Christian Charisius/dpa

18. Mai, 8.30 Uhr: Verlässt Hauke Wahl den FC St. Pauli?

Er ist nicht nur einer der Führungsspieler auf dem Platz gewesen, sondern auch einer der wenigen, der sich - egal ob Niederlage, Remis oder Sieg - nach dem Spiel immer den Mikrofonen stellte. Doch nach dem bitteren Bundesliga-Aus gegen den VfL Wolfsburg hatte auch Hauke Wahl für eine Frage keinen Nerv: Wie steht es um deine Zukunft beim FC St. Pauli?

"Ich bin vor zehn Minuten abgestiegen. Ich habe mir noch keine Gedanken über meine Zukunft gemacht. Das sind Dinge, die dann im Sommer anstehen", sagte der Abwehrspieler den Journalisten. Dennoch eine Partei scheint sich schon genug Gedanken um den 32-Jährigen gemacht zu haben.

Wie das Sportmagazin "Kicker" Mitte April berichtete, sollen ausgerechnet die Wölfe Interesse an Wahl zeigen. Laut MOPO lockt der Klub aus Niedersachsen mit einem Gehalt im niedrigen siebenstelligen Bereich - egal bei welcher Liga-Zugehörigkeit.

Bei St. Pauli hat Wahl noch Vertrag bis 2027. Sollte er sich für einen Abgang entscheiden, ist also mit zähen Verhandlungen zu rechnen.

Hauke Wahl (32) liegt offenbar ein lukratives Angebot des VfL Wolfsburg vor.
Hauke Wahl (32) liegt offenbar ein lukratives Angebot des VfL Wolfsburg vor.  © Christian Charisius/dpa

16. Mai, 19.25 Uhr: Stammkeeper Nikola Vasilj verlässt FC St. Pauli

Mit dem Abstieg aus der Bundesliga heißt es für St. Pauli auch Abschied nehmen von Stammkeeper Nikola Vasilj.

Der bosnische Nationalspieler wäre dem Kiezklub nur bei erfolgreichem Klassenerhalt erhalten geblieben. Mit dem Abstieg endet auch der Vertrag des 30-Jährigen, das bestätigte der Keeper in der Mixed-Zone unmittelbar nach Abpfiff der finalen Partie gegen den VfL Wolfsburg (1:3).

"Ich wollte nicht, dass es so endet", betonte Vasilj mit Blick auf die Niederlage. "Aber es waren fünf wunderschöne Jahre. Ich kann nur sagen, ich werde mich immer an die schönen Momente erinnern."

Stammkeeper Nikola Vasilj (30, M.) verabschiedet sich mit dem Abstieg vom FC St. Pauli.
Stammkeeper Nikola Vasilj (30, M.) verabschiedet sich mit dem Abstieg vom FC St. Pauli.  © Christian Charisius/dpa

16. Mai, 14.30 Uhr: St. Pauli Fans unterstützen mit Fan-Marsch, Stimmung trotzdem gemischt

Nur noch eine Stunde bis Anpfiff des Herzschlagfinales gegen den VfL Wolfsburg. Um ihre volle Unterstützung ausdrücken marschierten rund 2000 FCSP-Anhänger lautstark gemeinsam zum Millerntor. Der Optimismus hält sich bei dem ein oder anderen Fan trotzdem in Grenzen.

Gegen 13 Uhr trafen sich die Anhänger der Kiezkicker vor der roten Flora in der Straße Schulterblatt. Lautstark forderten sie eine starke Reaktion der Mannschaft, um nicht nur die Relegation zu sichern, sondern letztlich auch den Klassenerhalt zu schaffen.

Mit Blick auf die alles entscheidende Partie scheinen die Einschätzungen der Fans aber gemischt. Langzeit-Fan Henrik, der im Stadtteil seit über 25 Jahren zu Hause ist, ist skeptisch. "Ich glaube es irgendwie nicht", sagte er auf Nachfrage von TAG24, ob der Kiezklub das rettende Ufer erreichen wird. Und selbst wenn, sei der "Drops ja noch nicht gelutscht", so der FCSP-Fan, der das Match heute aus der Südkurve verfolgt. "Aber für die emotionale Situation wäre es natürlich toll. Dafür geht man ins Stadion", ergänzte er außerdem.

Fan Hendrick hingegen, feuert - wie immer - aus der Gegengerade an und glaubt an einen Sieg der "Boys in Brown". Gegenüber TAG24 betonte er seine Zuversicht: "Ich tippe auf ein 3:1. Heute heißt es, alles oder nichts. Bin sehr optimistisch! Zu Hause am Millerntor ist alles möglich!"

Rund 2000 Anhänger trafen sich zum Fan-Marsch vor der alles entscheidenden Partie.
Rund 2000 Anhänger trafen sich zum Fan-Marsch vor der alles entscheidenden Partie.  © Lenthe-Medien

16. Mai, 14.05 Uhr: Mannschaften sind am Stadion angekommen

Die Protagonisten sind da: Der Mannschaftsbus des FC St. Pauli hat vor einigen Minuten das Millentor-Stadion erreicht.

Bei der Ankunft wurden die Kiezkicker von den eigenen Anhängern lautstark empfangen.

Kurz darauf fuhr auch der Bus der Gäste aus Wolfsburg am Stadion vor.

Der Mannschaftsbus der Kiezkicker wurde von den Heimfans lautstark empfangen, als er am Millerntor-Stadion vorfuhr.
Der Mannschaftsbus der Kiezkicker wurde von den Heimfans lautstark empfangen, als er am Millerntor-Stadion vorfuhr.  © TAG24/Alice Nägle
Kurz darauf erreichte auch der Bus der Gäste aus Wolfsburg das Stadion.
Kurz darauf erreichte auch der Bus der Gäste aus Wolfsburg das Stadion.  © TAG24/Alice Nägle

16. Mai, 12.30 Uhr: Fabian Hürzeler schaut Bundesliga-Finale und glaubt an seinen Ex-Klub

Fabian Hürzeler (33) hat St. Pauli 2024 als Cheftrainer zurück in die Bundesliga geführt. Inzwischen steht er für Brighton & Hove Albion in der Premier League an der Seitenlinie. Am Samstag drückt er seinem Ex-Klub aber fest die Daumen, sagte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

"Alle wissen, was das Millerntor-Stadion bewirken kann. Die Fans werden hinter dem Team stehen und pushen, wo es nur geht. Ich bin überzeugt, dass der FC St. Pauli gute Karten hat, es zu schaffen. Ich werde beide Daumen gedrückt halten", so der 33-Jährige.

Gemeinsam mit Nationalspieler Pascal Groß (34) will er sich das Bundesligafinale anschauen.

Brighton-Coach Fabian Hürzeler (33) glaubt, dass sein Ex-Klub, der FC St. Pauli, die Relegation am letzten Bundesliga-Spieltag schaffen kann.
Brighton-Coach Fabian Hürzeler (33) glaubt, dass sein Ex-Klub, der FC St. Pauli, die Relegation am letzten Bundesliga-Spieltag schaffen kann.  © Paul Terry/CSM via ZUMA Press Wire/dpa

16. Mai, 11.32 Uhr: Daniel Siebert pfeift entscheidendes Endspiel

Daniel Siebert (42) heißt der Unparteiische des entscheidenden Finales zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg.

Der Berliner hat erst ein Bundesligaspiel der Kiezkicker gepfiffen. Unter seiner Leitung kassierten die Hamburger in Bochum eine 0:1-Niederlage. Generell spricht die Statistik nicht wirklich für den Kiezklub. In der zweiten Liga leitete Siebert elf Begegnungen mit Beteiligung des FC St. Pauli. Nur zweimal siegten die Hamburger, fünfmal trennten sich die Teams unentschieden und viermal kassierten die Kiezkicker eine Niederlage.

Am Samstag wird die Leistung von Siebert sicherlich noch deutlicher unter die Lupe genommen, als sonst. Schließlich entscheidet dieses Kellerduell darüber, für wen die Chance auf den Verbleib in der Bundesliga weiterhin erhalten bleibt.

Für den 42-Jährigen ist die Brisanz der Partie sicherlich eine gute Generalprobe für seinen Einsatz im Champions-League-Finale am 30. Mai zwischen Titelverteidiger Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal.

Hat Daniel Siebert (42) das Schicksal von St. Pauli in der Hand?
Hat Daniel Siebert (42) das Schicksal von St. Pauli in der Hand?  © Jan Woitas/dpa

15. Mai, 10.57 Uhr: Japan verzichtet bei WM auf Joel-Chima Fujita

Die Hoffnungen bei Joel-Chima Fujita (24) waren groß, dass er im Sommer mit Japan an der WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen kann, doch am Freitag zerplatzte sein Traum.

Der japanische Fußball-Verband verkündete den Kader für die Endrunde, auf der Liste stand der Kiezkicker dabei nicht.

Dabei war der 24-jährige Mittelfeldspieler zuletzt immer dabei gewesen und war in fünf von acht Länderspielen auch zum Einsatz gekommen.

Joel-Chima Fujita (24) gehörte zuletzt immer zum japanischen Aufgebot, wurde für die WM aber nicht berücksichtigt.
Joel-Chima Fujita (24) gehörte zuletzt immer zum japanischen Aufgebot, wurde für die WM aber nicht berücksichtigt.  © IMAGO / Gribaudi/ImagePhoto

14. Mai, 12 Uhr: Calvin Rahr wechselt von St. Pauli zum HSV

Ein Wechsel innerhalb Hamburgs: Der FC St. Pauli muss Verteidiger-Talent Calvin Rahr (18) ziehen lassen. Der Abwehrspieler schließt sich ausgerechnet dem großen Stadtrivalen HSV an.

In der aktuellen Regionalliga-Saison lief der Youngster 28-mal für die U23 der Kiezkicker auf, den Abstieg in die Oberliga konnte er aber nicht verhindern.

Mit der U21 des HSV wird Rahr in der kommenden Spielzeit aber erneut in der Regionalliga antreten.

St.-Pauli-Talent Calvin Rahr (18) wird in der kommenden Saison für den HSV auflaufen.
St.-Pauli-Talent Calvin Rahr (18) wird in der kommenden Saison für den HSV auflaufen.  © WITTERS

13. Mai, 8.30 Uhr: Eric Smith für schwedischen WM-Kader nominiert

Eric Smith ist für den schwedischen WM-Kader nominiert worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass der St.-Pauli-Abwehrspieler für die Nationalmannschaft anreisen darf. Zum Einsatz kam er allerdings noch nicht. Immer wieder musste er entweder verletzungsbedingt verfrüht abreisen oder hat bereits im Vorfeld aus anderen Gründen abgesagt.

Zu den zuletzt entscheidenden WM-Playoffs war er ebenfalls wieder im Kader. Vor Ort dabei war er allerdings letztlich nur beim Sieg gegen die Ukraine in Valencia (3:1), wo der 29-Jährige aber lediglich auf der Bank saß. Gegen Polen war Smith schon wieder auf dem Rückweg nach Hamburg. Eine Wadenverletzung im Training bremste den Schweden damals erneut aus.

Bislang hat Smith damit kein einziges Länderspiel für sein Heimatland bestritten. Wird er ausgerechnet zur WM sein Nationalelf-Debüt geben?

Eric Smith (29) steht im schwedischen WM-Kader.
Eric Smith (29) steht im schwedischen WM-Kader.  © WITTERS

12. Mai, 11.40 Uhr: St. Pauli trainiert fast ohne Abwehrspieler

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Der FC St. Pauli muss zum Trainingsstart mit einer kleinen Gruppe auskommen und hat einen Großteil der Mannschaft separiert. Grund ist ein Magen-Darm-Virus, der in der Mannschaft umgeht.

Neben Eric Smith (29) fehlten am Dienstag auch Hauke Wahl (32), David Nemeth (25) und Louis Oppie (23) aus diesem Grund. Kapitän Jackson Irvine (33) war - wie so häufig - aus Gründen der Belastungssteuerung nicht auf dem Rasen. Zurück im Team war Adam Dzwigala (30), der am Wochenende noch im Kader gefehlt hatte.

Ihre Runden um den Platz drehten indes Manolis Saliakas (29) und Karol Mets (32).

Auf dem Trainingsplatz ging es überschaubar zu.
Auf dem Trainingsplatz ging es überschaubar zu.  © Alice Nägle/TAG24

12. Mai, 10.07 Uhr: Eric Smith trainiert nicht mit der Mannschaft

Wie St. Pauli am Dienstagmorgen mitteilte, wird Eric Smith heute "vorsichtshalber" nicht gemeinsam mit der Mannschaft trainieren.

Der FCSP-Leistungsträger fiel wegen einer Wadenverletzung im April drei Spiele aus. In der vergangenen Partie gegen RB Leipzig stand der 29-Jährige aber wieder fast das gesamte Spiel auf dem Platz. War das zu viel für den Schweden?

Eric Smith (M.) wird am Dienstag "vorsichtshalber" nicht mit der Mannschaft trainieren.
Eric Smith (M.) wird am Dienstag "vorsichtshalber" nicht mit der Mannschaft trainieren.  © Frank Molter/dpa

12. Mai, 8.15 Uhr: Nikola Vasilj steht im WM-Kader von Bosnien-Herzegowina

Mit dem FC St. Pauli kämpft Nikola Vasilj (30) noch um den Klassenerhalt in der Bundesliga, im Anschluss wartet aber schon das nächste sportliche Highlight auf den Keeper - die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko.

Der 30-Jährige wurde von Nationaltrainer Sergej Barbarez (54) in den WM-Kader von Bosnien-Herzegowina berufen. Überraschend war das nicht mehr, schließlich hatte Vasilj in den Play-offs gegen Wales und Italien einen großen Anteil am Erfolg.

St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj (30) steht im WM-Kader von Bosnien-Herzegowina.
St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj (30) steht im WM-Kader von Bosnien-Herzegowina.  © IMAGO / Visionhaus

10. Mai, 17.07 Uhr: St. Paulis U23 steigt aus der Regionalliga ab

Es ist amtlich! Die U23 des FC St. Pauli steigt aus der Regionalliga ab. Im Stadtderby gegen die U21 des HSV kamen die Kiezkicker am Sonntag nicht über ein 1:1 hinaus.

Während die Rothosen im gesicherten Mittelfeld stehen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben, können die Braun-Weißen angesichts von fünf Punkten Rückstand und nur noch einem verbliebenen Spiel das rettende Ufer nicht mehr erreichen.

Die U23 des FC St. Pauli und die U21 des HSV trennten sich am Sonntag mit 1:1. Damit steht der Abstieg der Kiezkicker aus der Regionalliga fest.
Die U23 des FC St. Pauli und die U21 des HSV trennten sich am Sonntag mit 1:1. Damit steht der Abstieg der Kiezkicker aus der Regionalliga fest.  © WITTERS

Titelfoto: WITTERS

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