FC St. Pauli: Steigen die Kiezkicker jetzt auf dem Sofa auf?

Hamburg - Nach dem ersten Matchball ist vor dem zweiten! Der FC St. Pauli musste nach dem verlorenen Derby beim HSV am vergangenen Freitag die große Aufstiegsparty verschieben. Diese soll nun am Sonntag nachgeholt werden.

Der FC St. Pauli will am Sonntag gegen den VfL Osnabrück seinen zweiten Matchball nutzen und aufsteigen.
Der FC St. Pauli will am Sonntag gegen den VfL Osnabrück seinen zweiten Matchball nutzen und aufsteigen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Dann treffen die Kiezkicker am heimischen Millerntor auf den VfL Osnabrück, das nach der Niederlage am Dienstagabend (0:4) gegen Schalke 04 als erster Absteiger in die dritte Liga feststeht.

Für St. Pauli dürfte dies aber nur zweitrangig sein. Schließlich will sich die Mannschaft nach der schmerzhaften Derby-Niederlage mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison von den Fans verabschieden - und dem Aufstieg natürlich! Denn der wäre mit einem Dreier im Sack.

Unter Umständen verliert die Partie am Sonntag aber sogar an Bedeutung. Am Samstagabend (20.30 Uhr) treffen Tabellenführer Holstein Kiel und der Dritte Fortuna Düsseldorf im Topspiel aufeinander. Gewinnen die Störche, stehen sie gemeinsam mit den Boys in Brown als Aufsteiger fest.

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Bei einem Unentschieden würde der Elf von Trainer Fabian Hürzeler (31) am Sonntag ein Zähler zur großen Sause reichen. Gelingt allerdings der Fortuna ein Dreier, müsste St. Pauli ebenfalls gewinnen, um am letzten Spieltag einem Fernduell mit Kiel und Düsseldorf aus dem Weg zu gehen.

FC St. Pauli hat den Aufstieg weiterhin in der eigenen Hand

Geht es nach dem Chefcoach und den Profis wollen sie den Aufstieg am Liebsten aus eigener Kraft mit einem Sieg schaffen. "Es ist positiv, dass wir noch zwei Spiele in der Hand haben, um es zu entscheiden", hatte Hürzeler nach der Derby-Pleite gesagt.

Ähnlich sah es auch Stürmer Johannes Eggestein (26). "Emotional gesehen, ist es so, dass ich es gerne am Sonntag entscheiden möchte", gestand er, auch wenn er gegen den Aufstieg auf dem Sofa nichts einzuwenden hätte.

Wichtig sei, so der Tenor, nach einer guten Trainingswoche vor heimischem Publikum wieder ein anderes Gesicht zu zeigen und mehr St.-Pauli-like zu spielen. Dann klappt es mit Sicherheit auch mit der großen Sause.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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