Schlammschlacht und Torfestival gegen Regionalligist: FC St. Pauli meistert ersten Test unter Trainer Rapp

Hamburg - Der FC St. Pauli bestritt fünf Tage nach Beginn der Vorbereitung am Dienstagabend sein erstes Testspiel gegen Altona 93. Die Kiezkicker siegten auf der matschigen Adolf-Jäger-Kampfbahn mit 6:2 (3:2).

Marcel Rapp (47) stand am Dienstagabend das erste Mal als Trainer des FC St. Pauli an der Seitenlinie.  © WITTERS

Zum Start der Testpartie hatte der Wettergott die Stimmung ein wenig vermiest - ein dickes Gewitter brachte Dauerregen, der vor allem in den Zuschauerbereichen des Sportplatzes des Regionalligisten für eine große Schlammschlacht sorgte.

Es war nicht nur die erste Partie nach dem Abstieg in die zweite Liga, sondern auch die erste für St. Paulis neuen Coach Marcel Rapp.

Der 47-Jährige hat nach der verpatzten vergangenen Bundesliga-Saison den ehemaligen Trainer Alexander Blessin (53) abgelöst.

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Insgesamt kann man von einer unterhaltsamen Partie sprechen, in der sich die Spieler vor allem auf den Positionen, in denen sie sich am wohlsten fühlen, etwas austoben konnten, so Rapp nach der Begegnung. Ein konkreter Ansatz für Pflichtspiele in der kommenden Saison habe es dabei noch nicht gegeben.

So agierten beispielsweise sowohl David Nemeth als auch Neuankömmling Marcus Mathisen beide als zentrale Innenverteidiger. Wen er eher auf der Position sieht, könne er so früh noch nicht sagen. "Die können beide alles spielen. Wir wollen uns einfach finden. Wir wollen nach der Idee Fußball spielen. Das dauert. Deswegen ist jedes Spiel, was wir machen, einfach wichtig", erklärte Rapp.

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Taichi Hara mit überraschendem Doppelpack

Taichi Hara (r.) traf gleich zweimal im Test gegen Altona 93.  © WITTERS

Und tatsächlich regnete es am Dienstagabend nicht nur vom Himmel, sondern auch Tore.

Die rund 5000 Fans, die sich teils auf der überdachten Tribüne und teils mit Regenschirmen auf dem Hügel gegenüber tummelten, bekamen zumindest kein langweiliges 0:0 zu sehen.

Zwar besiegte der Favorit aus der zweiten Liga die Mannschaft aus dem Hamburger Westen, Altonas Flanken aus dem Halbfeld waren teilweise dennoch ansehnlicher als jene, welche die Deutsche Nationalmannschaft im K.o.-Spiel gegen Paraguay präsentierte (4:5 n. E.).

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So belohnte sich der Underdog immerhin mit zwei Treffern gegen die Elf vom Millerntor. Bei St. Pauli traf neben den Torschützen Scott Banks, Arkadiusz Pyrka, Martijn Kaars auch der unter Blessin selten aufgetretene Taichi Hara - und das sogar im Doppelpack. Ein Tor ging unglücklicherweise auf das Konto der Gastgeber.

Insgesamt sei es eine "coole Veranstaltung" gewesen, freute sich der Trainer letztlich. "Ich glaube, es ist etwas Besonderes gewesen, das Spiel hier. Mir war im Vorfeld gar nicht so bewusst, dass hier so viele Zuschauer kommen."Auch mit dem Platz sei man zufrieden gewesen, es habe sich trotz der feuchten Bedingungen schließlich niemand verletzt.

Trotzdem müssen die Kiezkicker bereits jetzt auf einen verletzten Profi verzichten, der demnach auch nicht in Altona dabei war: Jannik Robatsch (Probleme am Sprunggelenk). Neben ihm fehlten außerdem Keeper Ben Voll (krank), Tomoya Ando (Privates) und Manolis Saliakas (Trainingsrückstand nach Vaterschaft).

Nach diesem ersten - wenn auch kleinen - Erfolgsmoment will der neue Trainer das Geschehene erstmal in Ruhe analysieren und den Jungs ein wenig freigeben. "Wir haben jetzt die ganze Zeit trainiert."

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