Trainer-Entscheidung bei St. Pauli gefallen: Steht Blessins Nachfolger bereits fest?
Hamburg - Überraschende Wendung in der Trainerfrage des FC St. Pauli! Der Kiezklub trennt sich nach einem intensiven Austausch über die verganegne Spielzeit und die zukünftige sportliche Ausrichtung des Vereins vom aktuellen Chef-Coach Alexander Blessin (53). Offenbar ist auch schon sicher, wer ihn auf der Trainerbank beerbt: Ex-Holstein-Kiel-Coach Marcel Rapp (47) soll das Amt übernehmen.
Die Verantwortlichen des Vereins sowie der Stuttgarter sind sich über einen weiteren gemeinsamen Weg in Liga zwei nicht einig geworden.
Blessins Vertrag galt eigentlich noch bis Sommer 2027. Anstelle des 53-Jährigen soll zukünftig Rapp an der Seitenlinie stehen, berichtet das "Hamburger Abendblatt".
Ob sich der Abgang angedeutet hat, darüber lässt sich streiten.
Schließlich hatten sich Sportchef Andreas Bornemann (54) und St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich (50) bei der großen Pressekonferenz nach dem Abstieg noch für eine weitere Zusammenarbeit ausgesprochen. Der Ball lag bei Blessin.
Dieser hatte sich zuletzt allerdings deutlich mehr Zeit gelassen als zuvor angenommen. Gerüchten zufolge habe er auch mit dem VfL Wolfsburg über eine mögliche Trainerrolle gesprochen.
Wird Marcel Rapp der neue Trainer des FC St. Pauli?
Dass er sich nun nach fast drei Wochen und keiner Einigung mit dem Mitabsteiger trotzdem noch nicht zu dem Kiezklub bekannt hat, schien den Verein zweifeln zu lassen.
Während die Verhandlungen mit dem Schwaben noch liefen, soll sich Bornemann bereits mit Rapp getroffen haben. Der 47-Jährige war zwischen 2021 und 2026 Trainer der Störche.
2024 war er mit dem norddeutschen Klub sogar in die Bundesliga aufgestiegen. Der Pforzheimer präferiert Ballbesitz-Fußball - das würde ins Konzept der Kiezkicker passen.
Da Rapps Vertrag mit den Kielern im Februar aufgelöst wurde, würde St. Pauli keine Ablöse zahlen. Der ehemalige Spieler könnte schon bald als neuer Kiezcoach offiziell vorgestellt werden.
Erstmeldung um 13.01 Uhr, Artikel aktualisiert um 17.07 Uhr.
Titelfoto: Christian Charisius/dpa

