Trainerfrage zwei Spieltage vor Saisonende? St. Pauli erntet Pfiffe, Blessin als Sündenbock

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Hamburg - In der Begenung des FC St. Pauli gegen den 1. FSV Mainz 05 am Sonntagnachmittag (1:2) machten die Fans der Kiezkicker ihrem Ärger über die größtenteils sehr schwache Leistung Luft. Die Abneigung richtete sich auch gegen Trainer Alexander Blessin. Der 52-Jährige machte den Anhängern noch am Sonntag eine klare Ansage.

Alexander Blessin (52) wünscht sich Unterstützung für die Mannschaft. Den Frust der Fans nehme er gerne komplett auf sich, erklärte er nach der Partie gegen Mainz.
Alexander Blessin (52) wünscht sich Unterstützung für die Mannschaft. Den Frust der Fans nehme er gerne komplett auf sich, erklärte er nach der Partie gegen Mainz.  © Christian Charisius/dpa

"Sie dürfen mich auspfeifen. Sie sollen mich die ganze Zeit auspfeifen, aber nicht die Mannschaft", betonte Blessin nach der bitteren Niederlage am Millerntor. "Es gilt jetzt die Mannschaft zu unterstützen und zu pushen", ergänzte er.

Gerne spiele er dafür den Sündenbock und nehme allen Frust auf sich. "Mit mir können sie gerne hart ins Gericht gehen."

Nach der eher wenig erfolgreichen Saison, hatte es bereits des Öfteren Stimmen gegeben, die für einen Trainerwechsel plädierten. St. Pauli hielt bis heute am Stuttgarter fest.

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Und das soll offenbar auch für die letzten beiden Partien so bleiben. Sowohl Blessin selbst als auch die Mannschaft scheinen sich einig zu sein: Wir gehen da zusammen durch!

"Wir müssen alle aufstehen. Wir müssen unsere Verantwortung tragen und unsere Rolle spielen", gab Kapitän Jackson Irvine (33) unmittelbar nach der Pleite zu verstehen.

Mannschaft stellt sich dem Frust der Fans

Kapitän Jackson Irvine (33) zeigte Verständnis für den Frust der St.-Pauli-Fans.
Kapitän Jackson Irvine (33) zeigte Verständnis für den Frust der St.-Pauli-Fans.  © Christian Charisius/dpa

Blessin kamen die negativen Reaktionen vonseiten der Ränge trotzdem "etwas zu früh". Aus seiner Sicht gebe es aktuell trotz der Tabellensituation noch "keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken".

Die Spieler hingegen zeigten etwas mehr Verständnis für den Frust der Anhänger.

"Wir erwarten nicht, dass die Fans glücklich sind, wenn wir schlecht spielen und keine Ergebnisse erzielen", so Jackson Irvine (33).

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Hauke Wahl (32) nahm die Mannschaft ebenso in die Verantwortung: "Wir müssen uns dem stellen. Es ist verständlich, gerade, wenn man die erste Hälfte sieht."

Titelfoto: Bildmontage: Christian Charisius/dpa

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