Fahnenklau & Lok-Platzsturm bei FSV-Saisonfinale

Leipzig - Hässliche Szenen zum Saison-Finale! Die 0:2 (0:1)-Niederlage des FSV Zwickau am letzten Spieltag bei Lok Leipzig wurde von einem Platzsturm durch mehrere Lok-Ultras überschattet.

Polizei vor dem FSV-Fanblock.
Polizei vor dem FSV-Fanblock.  © picture point/Sven Sonntag

Nachdem FSV-Fans mindestens eine Zaunfahne der Leipziger entwendet und in ihrem Gästeblock "in Sicherheit" gebracht hatten, stürmten einige Anhänger der Gastgeber das Spielfeld, auf dem beide Mannschaften gerade im Begriff waren, sich aufzuwärmen.

Dabei entwendeten die Chaoten ihrerseits einige Trainingsutensilien der Zwickauer, ehe die Polizei einschritt und sie wieder in den Block trieb.

Die Partie vor 4882 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion blieb danach ruhig und einige der entwendeten Gegenstände sollen nach ersten Informationen wieder zurückgegeben worden sein.

Vorfreude beim FSV auf die Alte Dame von Neu-Coach Fiel
FSV Zwickau Vorfreude beim FSV auf die Alte Dame von Neu-Coach Fiel

"Die Begleiterscheinungen drumherum sind sehr ärgerlich, denn dadurch kommt in ein Spiel, in dem es sportlich für beide Seiten eigentlich um nichts mehr geht, eine unnötige Brisanz hinein", ärgert sich FSV-Sportdirektor Robin Lenk.

Nachdem FSV-Fans mindestens eine Zaunfahne entwendet hatten, stürmten Lok-Ultras den Platz.
Nachdem FSV-Fans mindestens eine Zaunfahne entwendet hatten, stürmten Lok-Ultras den Platz.  © picture point/Sven Sonntag

FSV Zwickau beendet erste Spielzeit nach Drittliga-Abstieg als Tabellenzwölfter

Tor für Lok Leipzig. Luca Sirch trifft per Freistoß zum 2:0.
Tor für Lok Leipzig. Luca Sirch trifft per Freistoß zum 2:0.  © picture point/Sven Sonntag

Personell war es beinahe das letzte Aufgebot, das Coach Rico Schmitt zum Saison-Halali ins Rennen schickte. Toptorjäger Marc-Philipp Zimmermann fehlte nach wie vor gesperrt und auch Kapitän Davy Frick stand in der Messestadt nicht im Aufgebot. Im Tor erhielt Ersatzkeeper Lucas Hiemann den Vorzug vor Benjamin Leneis und bekam gleich mächtig viel zu tun.

Gegen Osman Atilgan (12.) parierte Zwickaus Nummer zwei stark, doch nur zwei Minuten später brachten er und Felix Schlüsselburg den Leipziger Ryan Adigo zu Fall. Farid Abderrahmane (14.) behielt die Nerven und verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher. Glück für Zwickau, dass Lukas Wilton (39.) vor der Halbzeitpause nur an die Querlatte köpfte.

Im zweiten Durchgang kam von beiden Teams nicht mehr viel. Einzige Höhepunkte: Schlüsselburg (81.) flog wegen Notbremse gegen Luca Sirch mit glatt Rot und der gefoulte Sirch (82.) nagelte den anschließenden Freistoß von der Strafraumkante unter die Latte. "Es hat sich heute bestätigt, was schon die letzten Wochen augenscheinlich gewesen ist, nämlich, dass wir uns mit einem Gegner, der sehr körperlich agiert, schwertun", resümiert Lenk.

Herrmann belohnt den FSV mit schlitzohriger Aktion
FSV Zwickau Herrmann belohnt den FSV mit schlitzohriger Aktion

Durch die Niederlage beenden die Schwäne ihre erste Spielzeit nach dem Drittliga-Abstieg als Tabellenzwölfter.

Statistik zum Spiel Lok Leipzig gegen den FSV Zwickau

Lok Leipzig - FSV Zwickau 2:0 (1:0)

Schiedsrichter: Philipp Vierock (Deutschland)

Tore: 1:0 Abderrahmane (14./Foulelfmeter), 2:0 Sirch (82.)

Rote Karten: - / Schlüsselburg (82./Notbremse)

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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