FSV-Fan-Ärger, weil Chemnitzer Schiedsrichter in Riesa pfeift

Riesa/Zwickau - Als die Schiedsrichteransetzung für das erste Sachsenpokal-Halbfinale am Dienstag zwischen der BSG Stahl Riesa und dem FSV Zwickau veröffentlicht wurde, rieb sich manch Anhänger der Westsachsen verwundert die Augen. Mit Luis Riedel (24) setzte der SFV einen Schiedsrichter aus Chemnitz an.

SFV-Pressesprecher Alexander Rabe rechtfertigte die Schiri-Entscheidung.  © picture point/Sven Sonntag

Der 24-jährige Referee kommt zwar vom TSV IFA Chemnitz, doch sofort wurde versucht, eine Herleitung zum Chemnitzer FC zu machen, der sich ebenfalls noch im Wettbewerb befindet und im zweiten Halbfinale auf Erzgebirge Aue trifft.

"Vielleicht könnten Sie einmal herausfinden, wie der Sächsische Fußball-Verband auf die Idee kommt, für das Sachsenpokal-Halbfinale Riesa gegen Zwickau einen Schiedsrichter aus Chemnitz!!!!!!!! anzusetzen, obwohl einen Tag später der CFC selbst die Chance hat, ins Endspiel zu kommen. Da kann der Schiri einen Tag vorher genug Leute vom Platz schmeißen, die dann gesperrt wären", lautete unter anderem eine entsprechende Wortmeldung, die TAG24 ins E-Mail-Postfach flatterte.

Eine entsprechende Nachfrage beim Verband nahm jeglichen Befürchtungen den Wind aus den Segeln.

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So stellte SFV-Pressesprecher Alexander Rabe klar: "Die Herkunft spielt im konkreten Fall keine Rolle, sondern primär die Qualität und Qualifikation. Es ist keine Begegnung mit Chemnitzer Beteiligung. Luis Riedel ist Regionalliga-Schiedsrichter und hat in seiner Laufbahn schon mehrere Drucksituationen gemeistert. So leitete er in der laufenden Saison zum Beispiel das Leipziger Derby in der 3. Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals sowie Regionalligapartien mit dem FSV Zwickau."

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Schiedsrichter Luis Riedel lässt den gelben Karton eher stecken

Luis Riedel vom TSV IFA Chemnitz pfiff in dieser Saison neun Regionalliga-Spiele – unter anderem das des FSV gegen Eilenburg.  © imago/Beautiful Sports

Riedel pfiff 2025/26 bislang neun Regionalliga-Partien, darunter das 2:2 des FSV Zwickau gegen den FC Eilenburg vor der Winterpause.

Dazu besagtes Pokal-Derby zwischen Lok und Chemie Leipzig.

Übrigens: In jenen zehn Partien zeigte Riedel nur eine einzige Ampelkarte und im Schnitt 5,4 gelbe Kartons, sodass eine Kartenflut nicht zu erwarten steht.

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