Zwickau/Aue - Vor zehn Jahren hat sich Erzgebirge Aue zum letzten Mal zum Sachsenpokal-Sieger gekrönt. Gegner damals war der FSV Zwickau. Jetzt kommt es am Sonnabend (15.30 Uhr) im Rahmen des elften Finaltages der Amateure zur Neuauflage. Wer greift sich den Pott und zieht in die erste DFB-Pokal-Runde ein? TAG24 macht den Pokalcheck.
Kader
Zwickau: Krönt Marc-Philipp Zimmermann (36) seine Karriere mit dem Sachsenpokal? Der 36-jährige Angreifer besitzt ein unnachahmliches Kopfballspiel und steht dort, wo ein Torjäger stehen muss. Drei Tore in den letzten drei Ligaspielen zeigen: "Zimbo" ist bereit für den Schacht.
Aue: Marcel Bär (33), Julian Guttau (26) und Erik Weinhauer (25) haben sich als tragende Säulen der Offensive herauskristallisiert. In den sieben Ligaspielen seit Ostern sowie dem Pokalhalbfinale gegen den Chemnitzer FC erzielten sie zwölf von 16 Toren.
Trainer
Zwickau: Rico Schmitt (57) kann zum vierten Mal mit dem vierten unterschiedlichen Verein den Landespokal in die Höhe stemmen. Gelungen ist ihm das bisher mit Offenbach (2013/14), Halle (2015/16) und Meppen (2020/21). Wenn einer weiß, wie man Pokalsiege einfährt, dann der gebürtige Sachse. Der 57-jährige Trainerfuchs steht mit seiner Akribie, Disziplin, Detailversessenheit und seinem Fleiß für den sportlich erfolgreichen Weg, den die Schwäne seit dem Drittligaabstieg eingeschlagen haben.
Aue: Für Khvicha Shubitidze (51) ist es die Trainer-Premiere auf so großer Bühne. Der 51-jährige gebürtige Georgier ist kein Mann großer Worte, sondern ein sehr demütiger und ruhiger Vertreter seiner Zunft. Vielleicht ist es genau diese Ruhe, die Aue auch braucht nach dieser turbulenten Saison, um zum Höhepunkt voll fokussiert zu sein.
FSV seit 31 Heimspielen ungeschlagen
Form
Zwickau: Der FSV ist konstant gut. Zu Hause sind die Rot-Weißen eine Macht und seit 31 (!) Heimspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage in der GGZ-Arena liegt fast ein Jahr und neun Monate zurück. Dazu stellt man mit 33 Zählern das drittbeste Rückrundenteam der Regionalliga Nordost.
Aue: Shubitidze hat getan, was seine Vorgänger Jens Härtel (56) und Christoph Dabrowski (47) nicht vermochten: Er hat die Veilchen stabilisiert. Drei Siege und vier Remis aus den letzten sieben Partien in Liga und Pokal sprechen für sich. Nur das erste Spiel in Regensburg ging verloren.
Das Finale des Sachsenpokals findet am Sonntag in der Zwickauer GGZ-Arena statt. Anstoß ist um 15.30 Uhr.