FSV sitzt in Eixler-Falle: Jedes Tor hilft, macht Verbleib aber unwahrscheinlicher

Zwickau - Der FSV Zwickau hat am Dienstag im Nachholer gegen Babelsberg (3:2) den ersten Sieg im neuen Jahr eingefahren. Matchwinner mal wieder: Doppelpacker Lukas Eixler (22). Legt er Sonnabendnachmittag für die Schwäne bei Magdeburg II. nach, geht man ungeschlagen aus der englischen Woche - und Eixlers Verbleib (Vertrag läuft zum 30. Juni aus) wird noch unwahrscheinlicher.

Acht Tore, sieben Vorlagen: Lukas Eixler (22).
Acht Tore, sieben Vorlagen: Lukas Eixler (22).  © Picture Point/Gabor Krieg

Der 22-Jährige ist mit acht Toren und sieben Vorlagen Top-Scorer der Westsachsen und liegt ligaweit auf einem geteilten vierten Platz. Logisch, dass diese Performance auch außerhalb der Regionalliga Nordost nicht verborgen geblieben ist. Nach TAG24-Informationen jagen mehrere Drittligisten und sogar Zweitligisten den jungen Offensivspieler.

Sportdirektor Robin Lenk (41) gibt sich daher keinerlei Illusionen hin: "Wir wissen um das Interesse, das Lukas mit seinen Leistungen geweckt hat. Er steht im Fokus mehrerer höherklassiger Vereine. Da können wir als Regionalligist allein schon von der sportlichen Perspektive her nicht mithalten - ganz zu schweigen vom finanziellen Anreiz."

Verliert der FSV nach Jahn Herrmann (25, wechselte letzten Sommer nach Sandhausen) zum zweiten Mal in Folge seinen Topscorer? So bitter es wäre, versucht Lenk dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen:

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"Spieler, aber auch Berater registrieren, dass Zwickau ihnen beste Bedingungen bietet, sich weiterzuentwickeln und für höhere Aufgaben zu empfehlen. Natürlich würden wir gerne mit den Spielern selbst den nächsten Schritt gehen, aber an gewissen Punkten sind uns die Hände gebunden."

Nur kalkulierte Risiken

In der Stadionallee wird niemand wilde Sau spielen. Man haushaltet mit dem, was man hat, geht nur kalkulierte Risiken ein und wird deswegen keinen Aufstieg auf Teufel komm' raus forcieren. Das ist ein steiniger Weg, auf dem man den ein oder anderen Unterschiedsspieler wird ziehen lassen müssen.

Lenk und Cheftrainer Rico Schmitt (57) haben mehrfach bewiesen, dass sie Abgänge ersetzen können. Bis es wieder so weit ist, erfreuen sich alle an Eixlers Buden.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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